DEAG reduziert Halbjahres-Verlust – Umsatz bleibt 2026 unter Vorjahr
DEAG hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 157,4 Millionen Euro erzielt nach 155,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA blieb mit 6,5 Millionen Euro nahezu stabil nach 6,6 Millionen Euro. Unter dem Strich sinkt der Verlust von 0,35 Euro je DEAG Aktie auf 0,31 Euro. Deutlich besser entwickelte sich das zweite Quartal: Hier stieg der Umsatz von 88,4 Millionen Euro auf 95,2 Millionen Euro, während das EBITDA von 3,1 Millionen Euro auf 4,4 Millionen Euro zulegte und der Verlust je DEAG Aktie von 0,21 Euro auf 0,12 Euro reduziert werden konnte.
„Unsere Entwicklung im ersten Halbjahr entsprach vollends unseren Erwartungen. Mit einer sehr gut gefüllten Event-Pipeline und hoher Visibilität für die kommenden Quartale blicken wir zuversichtlich nach vorn und sehen uns auf einem guten Weg, unsere langfristigen Ziele zu erreichen“, so Detlef Kornett, Group-CEO bei DEAG.
Parallel investiert der Entertainment-Konzern weiter in Ticketing-Technologien, datenbasierte Analysen und die Automatisierung seiner Geschäftsprozesse. Die Buy-&-Build-Strategie wurde mit mehreren Transaktionen fortgesetzt. DEAG übernahm unter anderem die Mehrheit am Festival Juicy Beats, erhöhte den Anteil an Airbeat One von 55 auf 75 Prozent und erwarb sämtliche verbliebenen Minderheitenanteile an Wizard Live. Zudem beteiligte sich das Unternehmen mehrheitlich an conneccted: Events & Live Marketing. Ende Juni waren bereits deutlich mehr als sechs Millionen Tickets für Veranstaltungen der Jahre 2026 und 2027 verkauft, der Großteil davon über die konzerneigenen Plattformen.
DEAG-Anleihe nach Kapitalerhöhung im Fokus
Für 2026 erwartet DEAG weiterhin einen Umsatz von deutlich mehr als 400 Millionen Euro, der aufgrund des Veranstaltungskalenders allerdings unter dem Vorjahreswert liegen soll. Ab 2027 will der Konzern auf den Wachstumskurs zurückkehren und mittelfristig auch die EBITDA-Marge steigern.
Für die DEAG-Anleihe 2025/2029 beginnt unterdessen am 1. September eine schriftliche Abstimmung über eine Anpassung der Anleihebedingungen, die bis zum 15. September läuft. Hintergrund ist die Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre, mit der die Beteiligung von Apeiron und verbundenen Unternehmen an der DEAG 50 Prozent übersteigen und damit die „Change of Control“ Klausel auslösen würde. „Gegenstand der schriftlichen Beschlussfassung ist ein Verzicht auf die daraus resultierenden Rechte der Anleihegläubiger. Als Gegenleistung bietet die DEAG eine Einmalzahlung in Höhe von 0,10 % des Nominalwerts der ausstehenden Anleihen an“, so das Hamburger Unternehmen.
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