Sto steigert Gewinn deutlich und bestätigt Jahresprognose
Sto hat den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 3,7 Prozent auf 805,5 Millionen Euro gesteigert und damit den Rückstand aus dem schwachen Jahresauftakt aufgeholt. In Deutschland legten die Erlöse um 4,7 Prozent auf 323,8 Millionen Euro zu, im Ausland um 3,0 Prozent auf 481,7 Millionen Euro. Belastungen kamen weiterhin von der schwachen Baukonjunktur sowie ungewöhnlichen Wetterbedingungen. Regional entwickelte sich Westeuropa mit einem Umsatzplus von 4,5 Prozent solide, Nord-/Osteuropa wuchs um 9,1 Prozent. Dagegen gingen die Erlöse in Amerika/Asien/Pazifik um 5,0 Prozent zurück, unter anderem wegen des schwachen Geschäfts in China und negativer Währungseffekte.
Deutlich stärker als der Umsatz entwickelte sich das Ergebnis. Das EBIT erhöhte sich um 20,6 Prozent von 25,3 Millionen Euro auf 30,5 Millionen Euro, das Vorsteuerergebnis von 25,6 Millionen Euro auf 29,9 Millionen Euro. Die EBT-Marge verbesserte sich von 3,3 auf 3,7 Prozent. Unter dem Strich verdiente Sto 18,5 Millionen Euro nach 16,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Vorzugsaktie stieg von 2,58 Euro auf 2,92 Euro. Gleichzeitig steht das Unternehmen unter zunehmendem Preisdruck: Der intensive Wettbewerb in der schwachen Baukonjunktur belastet die Verkaufspreise, während auf der Beschaffungs- und Frachtseite zusätzliche Kostensteigerungen auftreten.
Die Bilanz bleibt solide. Zur Jahresmitte verfügte Sto über ein Netto-Finanzguthaben von 100,6 Millionen Euro nach 92,0 Millionen Euro ein Jahr zuvor, die Eigenkapitalquote erreichte 63,3 Prozent. Der operative Cashflow verschlechterte sich allerdings deutlich von minus 0,7 Millionen Euro auf minus 19,2 Millionen Euro. Dazu trug vor allem die höhere Kapitalbindung im Umlaufvermögen bei. Die Vorräte wurden angesichts erwarteter weiterer Preissteigerungen gezielt auf 175,7 Millionen Euro erhöht. Die Investitionen gingen zugleich von 22,2 Millionen Euro auf 12,0 Millionen Euro zurück.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Sto seine Prognose trotz der erheblichen geopolitischen und konjunkturellen Unsicherheiten. Der Konzernumsatz soll von 1,59 Milliarden Euro im Vorjahr auf 1,62 Milliarden Euro steigen. Beim EBIT erwartet das Unternehmen weiterhin 56 Millionen Euro bis 76 Millionen Euro, beim EBT 55 Millionen Euro bis 75 Millionen Euro. Daraus würde eine Vorsteuermarge zwischen 3,3 und 4,7 Prozent resultieren. Als Risiken nennt Sto insbesondere weitere Kostensteigerungen, mögliche Nachfragebelastungen sowie Störungen bei Rohstoff-, Produkt- und Energieversorgung.
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Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Sto VZ.
