Deufol fällt in die roten Zahlen – Ergebnisprognose gesenkt
Deufol hat den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 2,6 Prozent auf 158,9 Millionen Euro gesteigert, nach 154,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Damit entwickelte sich der Supply-Chain-Dienstleister nach eigenen Angaben besser als sein Kernmarkt, in dem insbesondere schwächere Maschinenexporte nach China und in die USA belasteten. Neue Rahmenverträge und strategische Kundeninitiativen sorgten für zusätzliche Erlöse. Das EBITDA blieb mit 17,8 Millionen Euro nahezu unverändert, während das EBIT von 5,8 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro zurückging. Hier machten sich vor allem höhere Abschreibungen infolge von Investitionen in die Hub-Infrastruktur sowie IT- und Digitalisierungsprojekte bemerkbar. Unter dem Strich hat sich das Ergebnis von 1,5 Millionen Euro Gewinn auf 0,6 Millionen Euro Verlust verschlechtert.
Parallel treibt Deufol die Transformation des Konzerns voran. Im ersten Halbjahr wurden konzernweite IT-Systeme weiter ausgerollt und Prozesse im Auftrags- und Vertriebsmanagement stärker standardisiert. Langfristig sollen 80 Prozent der Prozesse vollständig digital abgebildet werden. Künstliche Intelligenz soll dabei unter anderem Entscheidungen beschleunigen und einen effizienteren Ressourceneinsatz ermöglichen. Auch der Vertrieb wird neu ausgerichtet: Deufol setzt auf eine einheitliche digitale Steuerung und will stärker verfügbare Kapazitäten statt einzelner Dienstleistungen vermarkten.
Für die zweite Jahreshälfte erwartet Deufol zunehmend Ergebnisbeiträge aus den bereits gestarteten Maßnahmenprogrammen. Der bisherige Verlauf des zweiten Halbjahres liegt beim Ergebnis über den eigenen Planungen. Die Umsatzprognose für 2026 bleibt deshalb bei 315 Millionen Euro bis 330 Millionen Euro. Beim EBIT wird der Ausblick dagegen auf 8 Millionen Euro bis 11 Millionen Euro angepasst - zuvor waren es 10 bis 14 Millionen Euro. Ausschlaggebend sind die Entwicklung im ersten Halbjahr und gestiegene Rohstoffpreise. Mögliche Einmaleffekte aus dem geplanten Umbau des weltweiten Hub-Netzwerks sind in dieser Prognose noch nicht berücksichtigt.
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