Verve: Leichte Ernüchterung nach den Zahlen
Der Werbemarkt bleibt schwierig. Das merkt Verve. Entsprechend ist man mit den jüngsten Zahlen nicht ganz zufrieden. Kunden haben ihre Werbeausgaben teils verschoben, Budgets werden gekürzt.
Das könnte letztlich bei der Prognose zu einem kleinen Problem werden. Verve erwartet 2026 einen Umsatz von 680 Millionen Euro bis 730 Millionen Euro (2025: 602 Millionen Euro). Das bereinigte EBITDA soll zwischen 145 Millionen Euro und 175 Millionen Euro (2025: 134 Millionen Euro) auskommen. Nach sechs Monaten kommt Verve auf einen Umsatz von 289,5 Millionen Euro, das EBITDA steht bei 58,4 Millionen Euro. Traditionell ist die zweite Jahreshälfte, auch dank des Weihnachtsgeschäfts, stärker als das erste Halbjahr.
Bisher sahen die Analysten von First Berlin die Prognose von Verve als konservativ an. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Sie rechnen inzwischen für 2026 mit einem Umsatz von 690 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA sehen sie bei 144 Millionen Euro.
Wie bisher sprechen die Experten eine Kaufempfehlung für die Aktien von Verve aus. Das Kursziel sinkt von 4,50 Euro auf 4,00 Euro.
Den Gewinn je Aktie erwarten sie 2026 bei 0,13 Euro. 2027 soll er auf 0,26 Euro ansteigen.
Die Aktien von Verve geben 2,8 Prozent auf 1,07 Euro nach. In den vergangenen zwölf Monaten verliert die Aktie 48 Prozent.
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