SMT Scharf rutscht nach Umsatzrückgang in die roten Zahlen
SMT Scharf hat im ersten Halbjahr 2026 einen deutlichen Geschäftsrückgang verbucht. Der Konzernumsatz sank von 50,1 Millionen Euro auf 33,1 Millionen Euro und damit um rund ein Drittel. Besonders stark brach das Neuanlagengeschäft ein, dessen Erlöse von 23,7 Millionen Euro auf 8,3 Millionen Euro zurückgingen. Service und Ersatzteile entwickelten sich mit 6,5 Millionen beziehungsweise 18,3 Millionen Euro dagegen vergleichsweise stabil. Neben der schwachen Investitionsbereitschaft im Kohlebergbau fehlten im Vergleich zum Vorjahr Umsätze aus einem Großprojekt in der Tunnellogistik.
Der Umsatzrückgang schlug deutlich auf das Ergebnis durch. Das EBIT drehte von plus 2,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf einen Verlust von 1,2 Millionen Euro, die EBIT-Marge fiel von 5,4 auf minus 3,1 Prozent. Darin enthalten sind einmalige Belastungen von insgesamt 1,5 Millionen Euro aus der Reorganisation in Deutschland und China, vor diesen Sondereffekten erreichte SMT Scharf noch ein positives EBIT von 0,3 Millionen Euro. Unter dem Strich entstand ein Konzernverlust von 1,9 Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025.
Regional blieb China mit 21,0 Millionen Euro und einem Umsatzanteil von 63,4 Prozent der mit Abstand wichtigste Markt, verzeichnete aber ebenfalls einen Rückgang. Besonders deutlich sanken die Erlöse in Russland von 6,9 Millionen Euro auf 2,1 Millionen Euro sowie in Polen von 6,9 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro. Gegen den Trend wuchs Afrika von 4,0 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro, unterstützt durch einen Auftrag für ein erstes batteriebetriebenes Bahnsystem in Südafrika. Der Auftragseingang ging konzernweit von 39,9 Millionen Euro auf 33,1 Millionen Euro zurück, während der Auftragsbestand von 21,5 Millionen Euro auf 27,0 Millionen Euro zunahm.
Darüber hinaus bestätigt SMT Scharf die Jahresprognose und erwartet eine deutliche Belebung in den verbleibenden Monaten des Jahres. Für 2026 werden weiterhin 95 Millionen bis 115 Millionen Euro Umsatz und ein EBIT zwischen 1 Million und 2 Millionen Euro erwartet. Nach lediglich 33,1 Millionen Euro Umsatz und einem negativen EBIT im ersten Halbjahr setzt das Erreichen dieser Ziele entsprechend starke Impulse in der zweiten Jahreshälfte voraus.
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