Afyren NEOXY: Anlage noch unter Erwartungen, aber Kapazität steigt
Afyren hat bei seiner Produktionsanlage NEOXY seit Beginn der Hochlaufphase im Juni 2025 mehr als 1.000 Tonnen biobasierte Säuren hergestellt. Nach der Wiederaufnahme der Produktion im Juli kamen nach Aussage des französischen Unternehmens mehr als 200 Tonnen hinzu. Die nachgewiesene Produktionskapazität erreichte den Angaben zufolge mehrfach 30 Prozent der Nennkapazität und für einen Zeitraum von 48 Stunden in der Spitze 40 Prozent.
„Unser Ziel ist es nun, diese Leistungsniveaus dauerhaft im täglichen Betrieb zu verankern, indem wir weitere Produktionsstunden sammeln und unsere Prozesse kontinuierlich optimieren”, sagt Afyren-COO Laurent POU.
Der industrielle Hochlauf verläuft damit weiterhin nicht reibungslos. Afyren räumt ein, dass die tatsächliche Leistung der Anlage im August hinter den eigenen Erwartungen liegt. Vor allem die Prozesssteuerung und die Zuverlässigkeit der Anlage begrenzen derzeit noch die Gesamteffizienz. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben bereits an Korrekturmaßnahmen. Positiv wertet Afyren, dass Produktion und Wasserrecycling auch während Hitzewellen und bei Wasserknappheit aufrechterhalten werden konnten.
„Angesichts der zunehmenden Häufigkeit und Intensität klimabedingter Krisen werden Dekarbonisierung und Klimaresilienz industrieller Aktivitäten zu zentralen Säulen der Unternehmensstrategie. Die Fortsetzung unseres Wachstumskurses bleibt unsere Priorität, mit dem Ziel zu zeigen, dass eine nachhaltige Transformation unserer Industrie möglich ist”, so Nicolas SORDET, CEO von Afyren.
Für das Gesamtjahr hält Afyren am Ziel fest, die Produktion von mehreren hundert Tonnen 2025 auf mehrere tausend Tonnen 2026 zu steigern. Im zweiten Halbjahr soll sich der Umsatz von Afyren NEOXY gegenüber den ersten sechs Monaten mindestens noch einmal verdoppeln. Zusätzlichen Schub könnten neue Kundenverträge bringen: Nach Angaben des Unternehmens befinden sich mehrere Vereinbarungen in der finalen Abschlussphase.
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