Rheinmetall investiert dreistelligen Millionenbetrag in Nordhessen
Rheinmetall baut seine Kapazitäten für das Geschäft mit taktischen Militärfahrzeugen in Nordhessen deutlich aus. Am Kassel Airport in Calden entsteht ein neues Logistik- und Technologie-Zentrum mit mehr als 30.000 Quadratmetern Nutzfläche, das Ende 2027 den Betrieb aufnehmen soll. Zusammen mit weiteren Investitionen am Standort Kassel summiert sich das Volumen auf einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Das Land Hessen unterstützt das Vorhaben finanziell; Einzelheiten zur Höhe der Förderung nennt Rheinmetall nicht.
„Diese Investition verstehen wir als strategische Maßnahme mit Blick auf bedeutende Aufträge im Bereich militärischer Fahrzeuge, die wir künftig aus dem In- und Ausland erwarten dürfen”, sagt Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG.
Das neue Logistikzentrum soll vor allem das wachsende Fahrzeuggeschäft unterstützen. Rheinmetall will dort Logistik- und Transportprozesse bündeln und damit Durchlaufzeiten verkürzen, Lieferketten optimieren und die Abwicklung nationaler sowie internationaler Aufträge verbessern. Zugleich sollen Transportströme vom bestehenden Werk im Kasseler Industriepark Mittelfeld nach Calden verlagert werden. In Kassel beschäftigt Rheinmetall derzeit rund 2.200 Mitarbeiter. Am neuen Standort sind zusätzliche Arbeitsplätze sowie rund 1.200 Quadratmeter Fläche für die Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten vorgesehen.
Über die Logistik hinaus plant Rheinmetall in Calden ein Drohnen-Testzentrum. Der Konzern will dafür die Infrastruktur des Kassel Airports und das geplante Hessische Drohnenkompetenzzentrum nutzen, um eigene Drohnensysteme weiterzuentwickeln und zu erproben. Das Gesamtprojekt ist Teil des mit der hessischen Landesregierung vereinbarten „Defence Hub Nordhessen“. Für Rheinmetall wird Calden damit nicht nur zum Logistikstandort, sondern soll auch eine Rolle bei der Entwicklung neuer Verteidigungstechnologien übernehmen.
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