SCP-Beteiligung Vanea startet zivile Vermarktung von Drohnenabwehrsystem
Die zur SCP Standard Capital Partners AG gehörende Vanea Defence bringt mit ATOMZA ein nach Unternehmensangaben serienreifes Drohnenabwehrsystem auf den Markt, das auch von zivilen Betreibern ohne hoheitliche Befugnisse eingesetzt werden darf. Das System richtet sich damit unter anderem an Flughäfen, Betreiber kritischer Infrastruktur, Großveranstaltungen sowie sicherheits- und spionagegefährdete Bereiche. Erstmals öffentlich gezeigt wird ATOMZA am 27. und 28. August bei den Drone Days in Bremen.
„Die Bedrohungslage in Europa verändert sich rapide. Die Frage lautet nicht mehr, ob kritische Infrastrukturen geschützt werden müssen, sondern wie schnell Schutzlösungen verfügbar sind. Mit ATOMZA bieten wir eine Antwort, die Behörden und private Betreiber gleichermaßen nutzen können”, sagt Jens Hillenköter, Executive Vice President (EVP) für Unmanned Aircraft Systems & Counter-UAVs bei der 2025 gegründeten Vanea Defence.
Technisch setzt Vanea auf einen nicht-kinetischen optischen Effektor. Gerichtete photonische Strahlung soll die optischen Sensoren einer Drohne außer Funktion setzen, ohne die Drohne selbst zu zerstören. Nach Angaben des Unternehmens wird ATOMZA dadurch rechtlich nicht als Intervention eingestuft und kann im Gegensatz zu Jammern, Lasern oder Interceptor-Drohnen auch von privaten Betreibern genutzt werden. Gerade im zivilen Luftraum soll der Ansatz zudem Risiken durch außer Kontrolle geratene oder abstürzende Drohnen vermeiden.
Sicherheitsbehörden und Betreiber kritischer Infrastruktur testen ATOMZA laut Vanea bereits unter operativen Bedingungen, Tests mit militärischen Partnern sollen in den kommenden Wochen folgen. Parallel laufen Gespräche mit weiteren europäischen Behörden und internationalen Sicherheitspartnern. Die Vermarktung an zivile Kunden startet unmittelbar. Vanea Defence wurde 2025 in München gegründet und entwickelt neben ATOMZA weitere Systeme zur Drohnenabwehr auf Basis eines eigenen, in Europa entwickelten KI-Modells.
„Europäische Verteidigungstechnologie braucht ein europäisches technologisches Fundament. Deshalb trainieren wir unsere KI von Grund auf in Europa, nicht, um eine Anforderung zu erfüllen, sondern um strategische Souveränität zu schaffen”, so Oliver Hartkorn, Mitgründer und CTO.
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