Brain Biotech: Schwaches Kerngeschäft belastet die Neunmonatszahlen
BRAIN Biotech hat nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 mit einem schwächeren Kerngeschäft zu kämpfen, hält aber am Ziel eines bereinigten Konzern-EBITDA um den Break-even fest. Der Umsatz sank um 10,5 Prozent auf 34,6 Millionen Euro, das bereinigte EBITDA verschlechterte sich leicht von minus 0,4 Millionen Euro auf minus 0,7 Millionen Euro. Deutlich ungünstiger sieht es unter dem Strich aus: Der Periodenverlust erhöhte sich von 7,8 Millionen Euro auf 9,9 Millionen Euro. Im dritten Quartal allein weitete sich der Verlust von 0,6 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro aus. Das Halbjahres-Ergebnis je Brain Biotech Aktie sank von minus 0,35 Euro auf minus 0,45 Euro.
„Für meinen letzten Quartalsbericht als CEO der Gesellschaft hätte ich mir sicherlich eine positivere Umsatzentwicklung im Kernsegment gewünscht. Mit der Entwicklung des BRAINBioIncubator sowie des Konzern-EBITDA insgesamt bin ich jedoch durchaus zufrieden. Ungeachtet dessen liegt der klare Fokus der Gesellschaft weiterhin auf der zukünftigen Steigerung der Dynamik bei den Produktumsätzen im Geschäftsbereich BRAINBiocatalysts. Ich bin zuversichtlich, dass unser Unternehmen sowohl kurz- als auch langfristig hier wieder profitabel wachsen wird”, so Adriaan Moelker, scheidender CEO der BRAIN Biotech AG.
Beim Ausblick verschieben sich zugleich die Gewichte zwischen den Geschäftsbereichen. Für BrainBiocatalysts erwartet das Biotechnologie-Unternehmen nun einen Jahresumsatz unter Vorjahresniveau statt bislang auf Vorjahresniveau. Auch die Prognose für die bereinigte EBITDA-Marge wurde von rund 10 Prozent auf weniger als 10 Prozent gesenkt. Dagegen hebt Brain Biotech die Erwartungen für den BrainBioIncubator an: Der Umsatz soll nun rund 6 Millionen Euro statt 5 Millionen Euro erreichen, beim bereinigten EBITDA werden mindestens 1 Million Euro erwartet, bisher war es ein „positives bereinigtes EBITDA”. Trotz der schlechteren Aussichten im deutlich größeren Biocatalysts-Geschäft bleibt damit das Break-even-Ziel auf Basis des Konzern-EBITDA bestehen.
Hinter der Prognosesenkung bei BrainBiocatalysts stehen neben dem schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld konkrete operative Entwicklungen. Der Umsatz des Segments fiel in den ersten neun Monaten um 13,3 Prozent auf 30,8 Millionen Euro, unter anderem wegen einer schwachen Umsatzdynamik bei Backenzymen und Produktionsunterbrechungen infolge der Standortverlagerung in den Niederlanden. Das bereinigte EBITDA sank entsprechend von 3,4 Millionen Euro auf 1,6 Millionen Euro.
Beim Segment BioIncubator verlief die Entwicklung in die andere Richtung: Eine Deucrictibant-Meilensteinzahlung von 1 Million Euro und niedrigere Personalkosten trugen dazu bei, das bereinigte EBITDA von minus 1,1 Millionen Euro auf plus 0,4 Millionen Euro zu verbessern.
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