Adidas Aktie: JPMorgan setzt auf das Comeback der Bestellungen
Adidas kommt aus einem schwierigen zweiten Quartal, doch JPMorgan sieht noch keinen Grund, eine dauerhafte Schwäche des Geschäfts zu unterstellen. Das Analystenhaus bleibt bei „Overweight“ und einem Kursziel von 230 Euro. Deutlich vorsichtiger ist in jüngsten Studien zur Adidas Aktie die UBS mit „Neutral“ und 173 Euro, während RBC bei „Outperform“ bleibt. Der DAX-Titel beendete den XETRA-Handel am Donnerstag bei 151,00 Euro mit einem Minus von 3,14 Prozent.
JPMorgan setzt darauf, dass die Bestellungen des Großhandels im vierten Quartal und 2027 wieder anziehen können. Unterstützung verspricht sich das Analystenhaus von neuen Produkten bei Adidas und On. Auch die anstehenden Kapitalmarkttage könnten den Blick wieder stärker auf die gut gefüllte Produktpipeline lenken. Zugleich sind die Erwartungen an das laufende Quartal nach den jüngsten Zahlen bereits niedriger.
Die UBS sieht vorerst weniger Spielraum für die Adidas Aktie. Warnsignale im Sneaker-Geschäft treffen auf eine unsichere Konsumnachfrage in zentralen europäischen Märkten und kurzfristige Risiken für die Ergebnisse. Gleichzeitig fehlen dem Analystenhaus derzeit klare Impulse für eine höhere Bewertung. Deshalb erwartet die UBS, dass der Aktienkurs des Konzerns aus Herzogenaurach zunächst in einer engen Kurs-Range pendeln wird.
RBC verweist auf Ergebnisse einer eigenen Umfrage zum Schulstart nach den Ferien. Diese sprechen in den USA für eine Belebung der Sportartikelnachfrage, während sich das Geschäft in China vergleichsweise stabil zeigt. Besonders positiv für Adidas: In der Erhebung rückte der Konzern in der Verbrauchergunst auf den ersten Platz vor und verdrängte Nike auf Rang zwei.
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