HomeToGo: Interhome treibt den Umsatz – Free Cashflow deutlich positiv
HomeToGo hat den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2026 um 71,8 Prozent auf 160,1 Millionen Euro gesteigert. Hinter dem kräftigen Plus steht allerdings vor allem das B2B-Segment HomeToGo_PRO und dort maßgeblich die Konsolidierung von Interhome. Die PRO-Umsätze erhöhten sich von 30 Millionen Euro auf 105,2 Millionen Euro. Im Marktplatzgeschäft gingen die Erlöse dagegen um 10,2 Prozent auf 58,8 Millionen Euro zurück. Auch das Buchungsvolumen sank um 11,4 Prozent auf 101,5 Millionen Euro, die Zahl der Buchungen um 4,6 Prozent auf rund 505.000.
Beim Ergebnis bleibt der Konzern im ersten Halbjahr in den roten Zahlen. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich von minus 20,6 Millionen Euro auf minus 15,1 Millionen Euro. Dabei erreichte HomeToGo_PRO mit 1,7 Millionen Euro nach minus 0,6 Millionen Euro erstmals ein positives bereinigtes EBITDA, während der Marktplatz mit minus 16,8 Millionen Euro weiterhin operativ defizitär war. Hier gelang allerdings eine Ergebnisverbesserung um 16 Prozent. Das Periodenergebnis verschlechterte sich zugleich von minus 42,9 Millionen Euro auf minus 58,2 Millionen Euro, unter anderem aufgrund höherer Finanzierungsaufwendungen.
Im zweiten Quartal zeigte sich beim bereinigten EBITDA eine deutlich bessere Entwicklung: Konzernweit wurden 11,7 Millionen Euro nach 7,4 Millionen Euro erzielt. „Wir haben bei den IFRS-Umsatzerlösen einen neuen Halbjahresrekord erzielt, klare Fortschritte bei der Profitabilität des Konzerns gemacht und mit der Einführung von HomeToGo Originals einen wichtigen Meilenstein bei der Harmonisierung unserer Marken erreicht”, so das Fazit von Patrick Andrae, Mitgründer und CEO von HomeToGo.
Free Cashflow dreht deutlich ins Plus
Beim Cashflow fällt die Entwicklung günstiger aus. Der Free Cashflow erreichte im ersten Halbjahr 48,2 Millionen Euro nach minus 5,0 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. HomeToGo nennt hierfür neben der Integration von Interhome die saisonale Cash-Conversion und Veränderungen im Working Capital. Die liquiden Mittel einschließlich anderer hochliquider kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte lagen Ende Juni bei 134,7 Millionen Euro nach 91,6 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Gleichzeitig ist die Eigenkapitalquote von 36,6 Prozent auf 26,2 Prozent gesunken.
Für das Gesamtjahr bestätigt HomeToGo die Prognose mit einem IFRS-Umsatz von 400 bis 410 Millionen Euro und einem bereinigten EBITDA von 45 bis 47 Millionen Euro. Im Marktplatzgeschäft setzt das Unternehmen auf geringere Werbeausgaben und höhere Effizienz, unter anderem durch den Einsatz von KI, und will Profitabilität gegenüber Umsatzwachstum priorisieren. Daneben bündelt HomeToGo die Ferienhausverwaltungen Interhome und Kraushaar unter der neuen Dachmarke HomeToGo Originals und will diesen Bereich auch für weitere Zukäufe nutzen.
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