Pfisterer: Gewinn wächst deutlich schneller als der Umsatz
Pfisterer hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz um 20,2 Prozent auf 256,7 Millionen Euro gesteigert. Noch stärker entwickelte sich das Ergebnis der Gesellschaft aus Winterbach bei Stuttgart: Das bereinigte EBITDA erhöhte sich von 39,5 Millionen Euro auf 52,4 Millionen Euro, die entsprechende Marge von 18,5 Prozent auf 20,4 Prozent. Unter dem Strich stieg der Periodengewinn um 75,9 Prozent auf 38,3 Millionen Euro. Das Unternehmen führt die Ergebnisverbesserung vor allem auf die höheren Umsätze bei stabiler Bruttomarge zurück.
„Besonders Europa entwickelte sich stark und leistete den größten Beitrag zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns. Gleichzeitig treiben wir zentrale Wachstumsinitiativen konsequent voran: Wir erweitern Kapazitäten, investieren in Technologie und stärken unsere internationale Aufstellung”, so Johannes Linden, Mitglied und Sprecher des Vorstands der Pfisterer Holding SE.
Auch das zweite Quartal brachte Pfisterer weiteres Wachstum. Mit 129,8 Millionen Euro nach 113,4 Millionen Euro wurde ein neuer Umsatzrekord erreicht. Das bereinigte EBITDA stieg zugleich von 18,5 Millionen Euro auf 24,7 Millionen Euro. Der Quartalsgewinn legte von 10,1 Millionen Euro auf 19,8 Millionen Euro zu. Regional kam der größte Umsatz- und Ergebnisbeitrag im ersten Halbjahr aus Europa und Afrika, wo die Erlöse von 115,8 Millionen Euro auf 140,3 Millionen Euro und das EBITDA von 18,7 Millionen Euro auf 28,5 Millionen Euro stiegen.
Auftragsbestand reicht bis 2027
Der Auftragsbestand lag Ende Juni bei 340,3 Millionen Euro nach 312,5 Millionen Euro ein Jahr zuvor und reicht nach Angaben des Unternehmens bereits bis 2027. Der Auftragseingang normalisierte sich dagegen nach starken Vorperioden von 290,2 Millionen Euro auf 263,0 Millionen Euro. Mit einer Book-to-Bill-Ratio von mehr als 1 lagen die neuen Bestellungen dennoch über dem im ersten Halbjahr erzielten Umsatz.
Pfisterer baut parallel seine Kapazitäten weiter aus. In Winterbach entsteht ein neues HVDC-Qualifizierungszentrum, dessen Inbetriebnahme für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen ist. Zudem erweitert das Unternehmen die Produktionskapazitäten für Kabelverbindungssysteme in Deutschland und den USA sowie seinen Standort in Tschechien. Die Mittelfristprognose für 2030 bleibt unverändert.
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