Branicks verschafft sich Luft
Die Gläubiger einer 400 Millionen Euro Anleihe von Branicks waren in den vergangenen Tagen zu einer Abstimmung aufgerufen. Sie sollten über einen gemeinsamen Vertreter sowie über eine Verlängerung der bis 2026 laufenden Anleihe, die mit 2,25 Prozent verzinst wird, entscheiden. Den Vorschlägen haben die Gläubiger mit der erforderlichen Mehrheit zugestimmt. Auch hat man das Quorum von 50 Prozent erreicht.
Somit wird die MR Treuhand aus München gemeinsamer Vertreter aller Anleihegläubiger. Die Anleihe wird bis zum 31. Dezember verlängert, es gibt eine Verlängerungsoption bis zum 31. März 2027. Eigentlich sollte die Anleihe bis zu 22. September zurückgezahlt werden.
Die Entscheidung der Gläubiger sorgt für mehr Spielraum bei Branicks. Man arbeitet an der Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten. Im nächsten Schritt soll die Anleihe umfassend restrukturiert werden. Auch dafür wird die Zustimmung der Gläubiger benötigt. Eine weitere Abstimmung wird somit zu einem späteren Zeitpunkt notwendig werden.
Die Aktien von Branicks, früher als DIC Asset firmierend, verlieren 1,2 Prozent auf 0,80 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie 60 Prozent nachgegeben.
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