aap Implantate: Zweites Halbjahr soll bessere Dynamik bringen
aap implantate hat im ersten Halbjahr 2026 bei leicht rückläufigen Erlösen sein EBITDA verbessert. Der Umsatz sank von 6,2 Millionen Euro auf 6,0 Millionen Euro. Gleichzeitig verringerte sich der EBITDA-Verlust von 0,3 Millionen Euro auf 0,1 Millionen Euro. Das EBIT blieb mit minus 1,0 Millionen Euro aber auf Vorjahresniveau. Im Trauma-Geschäft stieg das EBITDA von 56.000 Euro auf 163.000 Euro, während die Silbertechnologie das Ergebnis mit Projektkosten von 303.000 Euro belastete.
Regional entwickelte sich das Geschäft unterschiedlich. Nordamerika steigerte den Halbjahresumsatz um 15 Prozent auf 1,48 Millionen Euro, währungsbereinigt lag das Plus bei 23 Prozent. Die US-Tochter erzielte erstmals seit ihrer Gründung ein positives lokales Ergebnis. Dagegen belasteten vor allem die Konflikte im Nahen Osten das EMEA-Geschäft, wo die Auftragseingänge in den betroffenen Ländern um 72 Prozent zurückgingen. Positiv entwickelten sich unter anderem Spanien und Portugal mit Wachstumsraten von jeweils mehr als 30 Prozent. Zudem erhielt aap in den USA die FDA-Zulassung für das LOQTEQ VA Proximal Humerus-System und brachte das erste vollständig MDR-zertifizierte Neuprodukt auf den Markt.
Für die zweite Jahreshälfte verweist aap auf eine deutlich verbesserte Geschäftsdynamik. Bereits im Juli wurde nach Angaben des Unternehmens vom Dienstag der Umsatzrückstand gegenüber dem Vorjahr aufgeholt und das Vorjahresniveau übertroffen, zugleich verbuchte das Unternehmen einen Rekordauftragseingang. Der Vorstand erwartet weiterhin ein Ergebnis im mittleren Bereich der bisherigen Prognosespanne. Die Finanzierung des laufenden Geschäfts wird durch Gesellschafterdarlehen unterstützt; für den weiteren Ausbau des Trauma-Geschäfts und eine Beschleunigung des Wachstums prüft aap zudem verschiedene Kapitalmaßnahmen.
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