JDC Group hofft auf neue Dynamik durch Altersvorsorgedepots
Die JDC Group hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Die Prognose für 2026 bestätigt JDC am Dienstag zwar. Erwartet werden weiterhin 300 Millionen Euro bis 330 Millionen Euro Umsatz sowie ein EBITDA zwischen 35 Millionen Euro und 38 Millionen Euro. Angesichts der aktuell herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnet das Management allerdings damit, die Zielspannen am unteren Ende zu erreichen.
„Im Neugeschäft spüren wir immer noch das schlechte wirtschaftliche Umfeld in Deutschland, welches in einer Kaufzurückhaltung der Menschen in Bezug auf Altersvorsorgeprodukte mündet”, sagt Ralph Konrad, CFO der JDC Group AG. Die Lage soll sich allerdings zum Jahresende hin verbessern: „Für das Neugeschäft erwarten wir spätestens im vierten Quartal mehr Dynamik: Denn mit der Einführung des Altersvorsorgedepots ab 1. Januar 2027 können künftig renditeorientierte Kapitalanlagen wie Fonds und ETFs stärker für die private Altersvorsorge genutzt werden”, so Sebastian Grabmaier, CEO der JDC Group AG. Man erwarte „ab September intensive Marketing- und Vertriebsmaßnahmen von Versicherungs- und Fondsgesellschaften”.
Der Quartals-Umsatz des Unternehmens aus Wiesbaden wuchs um 16,9 Prozent auf 68,6 Millionen Euro nach 58,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA erhöhte sich von 3,5 Millionen Euro auf 6,4 Millionen Euro, das EBIT von 1,9 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro. Unter dem Strich stieg das Konzernergebnis der JDC Group um 59 Prozent von 1,2 Millionen Euro auf 1,9 Millionen Euro. Bereinigt um die im Vorjahr verbuchten Performance Fees fiel das Wachstum noch stärker aus.
Im gesamten ersten Halbjahr erhöhte JDC den Umsatz um 18,7 Prozent von 120,9 Millionen Euro auf 143,5 Millionen Euro. Das EBITDA stieg von 8,5 Millionen Euro auf 14,5 Millionen Euro, während sich das EBIT von 5,4 Millionen Euro auf 11,1 Millionen Euro mehr als verdoppelte. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 31,7 Prozent von 4,0 Millionen Euro auf 5,2 Millionen Euro. Für 2026 hat JDC bislang noch keine Performance Fees unterjährig abgegrenzt, erwartet nach aktuellem Stand aber erneut einen siebenstelligen Betrag.
Wachstumstreiber blieb das Segment Advisortech. Hier legte der Halbjahresumsatz um 21,2 Prozent auf 124,2 Millionen Euro zu, das EBITDA stieg von 8,0 Millionen Euro auf 14,1 Millionen Euro. Das EBIT erreichte 11,7 Millionen Euro nach 5,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im kleineren Advisory-Geschäft fiel die Entwicklung moderater aus: Der Umsatz erhöhte sich um 8 Prozent auf 28,8 Millionen Euro, das EBITDA von 2,5 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro.
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