Softing bestätigt die Prognose - Belebung zeichnet sich ab
Softing hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang auf 38,6 Millionen Euro verzeichnet, nach 43,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative EBIT drehte von plus 0,4 Millionen Euro auf minus 1,5 Millionen Euro, das IFRS-Konzernergebnis verschlechterte sich von minus 1,9 Millionen Euro auf minus 2,8 Millionen Euro. Neben den Entwicklungen in den Segmenten Industrial und IT Networks belastete nach Angaben des Unternehmens aus Haar bei München insbesondere die Umstellung auf ein neues SAP-System die operative Entwicklung.
Der Auftragseingang von Softing entwickelte sich dagegen mit 36,3 Millionen Euro nach 35,3 Millionen Euro positiv. Ein nach dem Halbjahresende eingegangener Automotive-Großauftrag mit einem Gesamtvolumen von rund 15 Millionen Euro ist darin noch nicht enthalten.
Bei der Einordnung des Umsatzrückgangs verweist Softing auf Sondereffekte im Vorjahr. Damals hatten eine Umsatzspitze aus einem Automotive-Großprojekt sowie rund 4 Millionen Euro Umsatz aus dem inzwischen verkauften Geschäft mit Elektrogetriebemotoren die Vergleichsbasis erhöht. Im fortgeführten Industrial-Kerngeschäft stieg der Umsatz nach Angaben des Unternehmens vom Freitag dagegen von bereinigt 19,7 Millionen Euro auf 22,8 Millionen Euro. Automotive kam auf 13,1 Millionen Euro nach 16,1 Millionen Euro und erreichte operativ ein ausgeglichenes EBIT nach 1,2 Millionen Euro im Vorjahr. IT Networks blieb mit 2,8 Millionen Euro Umsatz nach 3,7 Millionen Euro und einem operativen EBIT von minus 1,9 Millionen Euro nach minus 1,1 Millionen Euro unter Vorjahr.
Auftragseingang und Umsatz beleben sich seit Juni
Für den weiteren Jahresverlauf berichtet Softing von einer deutlichen Belebung. Insbesondere im Juni und Juli hätten Auftragseingang und Umsatz über Plan gelegen. Industrial habe in diesen beiden Monaten bereits mehr Ertrag erzielt als im gesamten ersten Halbjahr. Zusätzliche Perspektiven sieht das Unternehmen unter anderem im Automotive-Geschäft außerhalb des klassischen Pkw-Marktes: Im August startete ein Großprojekt für einen Hersteller von Forst- und Gartengeräten mit einem Volumen von bis zu 15 Millionen Euro über mehrere Jahre. GlobalmatiX soll 2026 ein positives Jahresergebnis erreichen. In den USA erwartet Softing für Industrial ein Umsatzwachstum von rund 20 Prozent; neue Produkte für einen Schlüsselkunden sollen ab 2027 zusätzliche margenstarke Umsätze ermöglichen.
Für 2026 bestätigt Softing seine Prognose im Wesentlichen. Es werden weiterhin 80 bis 85 Millionen Euro Umsatz und ein operatives EBIT von 2 bis 3 Millionen Euro erwartet. Damit setzt die Planung eine deutliche Aufholbewegung im zweiten Halbjahr voraus. Gleichzeitig hat Softing die Finanzverschuldung bis Ende Juni auf 9,4 Millionen Euro reduziert, wodurch die liquiden Mittel vorübergehend auf 1,0 Millionen Euro sanken; Ende Juli lagen sie laut Unternehmen bereits wieder bei mehr als 4 Millionen Euro. Der Auftragsbestand lag zur Jahresmitte bei 15,7 Millionen Euro nach 23,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor.
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