secunet: Das zweite Quartal bringt den Ergebnisschub
secunet hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Geschäft gemacht und dabei auch den Gewinn gesteigert - insbesondere im zweiten Quartal. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,2 Prozent von 171,7 Millionen Euro auf 204,7 Millionen Euro. Das EBIT wuchs ähnlich stark von 7,2 Millionen Euro auf 8,7 Millionen Euro. Unter dem Strich erzielte der Cybersecurity-Spezialist einen Konzerngewinn von 5,9 Millionen Euro nach 5,0 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Vor allem das zweite Quartal sorgte für den Ergebnisschub: Bei einem Umsatzplus von knapp 32 Prozent auf 122,9 Millionen Euro sprang das Quartals-EBIT von 5,4 Millionen Euro auf 12,6 Millionen Euro und damit auf mehr als das Doppelte. Der Quartalsgewinn stieg von 3,7 Millionen Euro auf 8,1 Millionen Euro.
Getragen wird das Wachstum weiterhin klar von secunets Geschäft mit staatlichen Kunden. Der Public Sector steigerte seinen Halbjahresumsatz um 29,4 Prozent auf 192,7 Millionen Euro und steht damit inzwischen für den weitaus größten Teil der Konzernerlöse. Besonders kräftige Impulse kamen aus den Bereichen Defence & Space sowie Homeland Security, passend zu international wachsenden Ausgaben für die Sicherheit, während auch das Geschäft mit Behörden und Ministerien zulegte. Einen Gegenpol bildet der Business Sector: Hier brach der Umsatz von 22,8 Millionen Euro auf 12,0 Millionen Euro ein. Hintergrund war vor allem eine schwächere Nachfrage aus dem Gesundheitssektor, die das starke Wachstum im öffentlichen Geschäft auf Konzernebene jedoch nicht ausbremsen konnte.
Für die kommenden Quartale hat secunet zugleich erheblich mehr Geschäft in den Büchern. Der Auftragseingang beim SDAX-Unternehmen schoss im ersten Halbjahr um 78,7 Prozent von 160,8 Millionen Euro auf 287,4 Millionen Euro nach oben, wobei allein Public Authorities rund die Hälfte beisteuerte. Auch Defence & Space und Homeland Security verbuchten deutlich höhere Bestellungen. Entsprechend wuchs der Auftragsbestand seit Ende 2025 von 278,9 Millionen Euro auf 360,8 Millionen Euro. Die Book-to-Bill-Ratio von 1,4 zeigt dabei, dass im ersten Halbjahr deutlich mehr neue Aufträge hereinkamen, als Umsatz realisiert wurde.
Nach dem starken ersten Halbjahr bestätigt secunet die Jahresprognose und wird beim Umsatz konkreter. Weiterhin wird zwar eine Summe zwischen 460 Millionen Euro und 500 Millionen Euro erwartet, mittlerweile rechnet der Vorstand des Essener IT-Security-Unternehmens allerdings mit einem Wert am oberen Ende dieser Prognose. Die Ergebnisziele bleiben trotz der laufenden Investitionen in Produktentwicklung und Organisation unverändert: Das EBIT soll 2026 zwischen 53 und 58 Millionen Euro erreichen, beim EBITDA sind 76 bis 84 Millionen Euro vorgesehen. Der hohe Auftragsbestand liefert nach Angaben von secunet vom Donnerstag dafür eine gut gefüllte Basis für die zweite Jahreshälfte.
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