PNE AG: Operativ zurück im Plus – unter dem Strich bleibt aber ein Verlust
PNE hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz von 73,9 Millionen Euro auf 96,8 Millionen Euro erhöht, während die Gesamtleistung von 173,8 Millionen Euro auf 123,3 Millionen Euro zurückging. Das normalisierte EBITDA stieg von 4,7 Millionen Euro auf 27,4 Millionen Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte der Wind- und Solarparkentwickler 8,5 Millionen Euro nach einem Verlust von 14,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Unter dem Strich schreibt PNE allerdings weiterhin rote Zahlen . Der Verlust verringert sich aber. Das Konzernergebnis des Unternehmens aus Cuxhaven belief sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf minus 18,3 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 33,8 Millionen Euro angefallen war. Das Ergebnis je PNE Aktie verbesserte sich entsprechend von minus 0,44 Euro auf minus 0,23 Euro. Das Ergebnis vor Steuern des norddeutschen Erneuerbare-Energien-Konzerns lag bei minus 10,9 Millionen Euro nach minus 28,7 Millionen Euro im Vorjahr.
„Wir haben in einem herausfordernden Marktumfeld wichtige operative Erfolge erzielt und gezeigt, dass hochwertige Wind- und Photovoltaikprojekte weiterhin nachgefragt werden. Gleichzeitig kommen wir mit unserem Transformations- und Kostenreduzierungsprogramm Focus & Deliver gut voran. Wir sehen aber auch, dass wir und die gesamte Branche derzeit einen harten Weg zu beschreiten haben, der von vielen Unsicherheiten geprägt ist”, sagt Heiko Wuttke, CEO der PNE AG.
Operativ verkaufte PNE nach eigenen Angaben vom Donnerstag im ersten Halbjahr 2026 acht Windenergie- und Photovoltaikprojekte mit insgesamt 163,2 MW Leistung. Die Projektpipeline blieb trotz der Verkäufe mit 21,7 GW nahezu auf dem Niveau von Ende 2025. Das Eigenbetriebsportfolio erreichte nach der Inbetriebnahme des Windparks „Gnutz Ost” einschließlich des Holzheizkraftwerks „Silbitz” eine Leistung von 484 MW. In den ersten sechs Monaten erzeugte das Portfolio rund 408 GWh Strom nach etwa 366 GWh im Vorjahreszeitraum.
Die Prognose für 2026 bestätigt PNE trotz der nach eigenen Angaben schwierigen Rahmenbedingungen in der Branche. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen weiterhin ein normalisiertes EBITDA zwischen 110 und 140 Millionen Euro.
PNE-Aktienkurs abgestürzt
Der laufende Verkaufsprozess bei PNE könnte jüngsten Meldungen zufolge ins Stocken geraten. Das Unternehmen stellte in dieser Woche angesichts eines Berichts im „Handelsblatt” klar, dass die bisherigen Rückmeldungen potenzieller Investoren auf Preisvorstellungen unterhalb des Börsenkurses der PNE-Aktie hindeuten - dies brachte den Aktienkurs des Unternehmens in den letzten Tagen stark unter Druck, aktuell werden auf Tradegate 7,81 Euro gezahlt, Ende vergangener Woche lag der Titel noch bei 10,38 Euro.
PNE hatte einen strukturierten Prozess zur Investorensuche für den möglichen Erwerb von bis zu 100 Prozent der Aktien gestartet. Ob es unter diesen Voraussetzungen überhaupt zu einem Verkauf kommt, ist nach Angaben von PNE derzeit unsicher. Ebenso offen sind die möglichen Bedingungen einer Transaktion.
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