PWO Aktie: Neugeschäft wächst, Gewinn bricht fast komplett ein
Die PWO-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 Neugeschäft mit einem Lifetime-Volumen von rund 363 Millionen Euro gewonnen und den Free Cashflow von 0,8 Millionen Euro auf 3,3 Millionen Euro verbessert. Gleichzeitig gingen die Umsatzerlöse von 273,4 Millionen Euro auf 252,7 Millionen Euro zurück. Belastet wurde die Entwicklung durch niedrigere Werkzeugumsätze sowie negative Währungseffekte von 5,0 Millionen Euro. Im Seriengeschäft lag der Umsatz bereinigt um Materialpreis- und Währungseffekte dagegen leicht über dem Vorjahresniveau. Das EBIT vor Währungseffekten sank von 13,3 Millionen Euro auf 7,3 Millionen Euro, nach Währungseinflüssen von 12,6 Millionen Euro auf 7,2 Millionen Euro. Unter dem Strich schrumpfte der Konzerngewinn deutlich von 5,4 Millionen Euro auf nur noch 0,1 Millionen Euro.
Für den Ergebnisrückgang macht PWO vor allem den Wegfall eines positiven Sondereffekts in Kanada aus dem Vorjahr in Höhe von 4,8 Millionen Euro sowie Anlauf- und Hochlaufkosten neuer Serienfertigungen verantwortlich. Hinzu kamen Restrukturierungsaufwendungen am Standort Oberkirch. Gleichzeitig verbesserte sich die Materialaufwandsquote von 58,7 Prozent auf 55,4 Prozent. Die Investitionen wurden planmäßig von 17 Millionen Euro auf 11,3 Millionen Euro reduziert, während die Eigenkapitalquote mit 37,1 Prozent nach 37,5 Prozent zum Jahresende 2025 nahezu stabil blieb.
„Wir investieren gezielt in neue Serienfertigungen und tragen dafür heute Anlaufkosten, die ab 2027 in Erträge münden”, so Jochen Lischer, Finanzvorstand der PWO AG. Carlo Lazzarini, Vorstandsvorsitzender der PWO AG: „Angesichts der spürbar angespannten Marktsituation freuen wir uns über ein erfreuliches Neugeschäft in diesem Halbjahr. Die geopolitischen Unsicherheiten haben deutlich zugenommen, und die Automobil- und Zulieferindustrie ist davon überproportional betroffen. In Deutschland machen ungünstige Rahmenbedingungen Produktion und Entwicklung zunehmend unwirtschaftlich.”
Für 2026 bestätigt PWO die Prognose weitgehend. Erwartet werden weiterhin Umsatzerlöse von rund 500 Millionen Euro, ein EBIT vor Währungseffekten zwischen 13 und 17 Millionen Euro sowie ein positiver Free Cashflow im einstelligen Millionenbereich. Unverändert soll das Lifetime-Volumen des Neugeschäfts 550 bis 600 Millionen Euro erreichen. Lediglich die Investitionsplanung wurde angepasst: Statt der bisherigen Planung rechnet das Unternehmen nun mit Investitionen von rund 35 Millionen Euro, nachdem sich einzelne Projekte zeitlich verschoben haben.
4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen
Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.

