Schweizer schreibt weiter Verlust – Prognose beim EBITDA präzisiert
Die Schweizer Electronic AG hat beim operativen Ergebnis im ersten Halbjahr 2026 zwar den Turnaround geschafft, unter dem Strich aber weiter rote Zahlen geschrieben. Das EBITDA verbesserte sich von minus 1,1 Millionen Euro auf 0,2 Millionen Euro, bereinigt um Restrukturierungskosten erreichte es 0,6 Millionen Euro. Das EBIT fiel mit minus 2,4 Millionen Euro nach minus 3,9 Millionen Euro ebenfalls besser aus als im Vorjahr. Dennoch lag der Periodenverlust bei 4,2 Millionen Euro nach 5,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Verlust je Schweizer Electronic Aktie verringerte sich damit von 1,53 Euro auf 1,11 Euro..
Operativ profitierte der Leiterplattenhersteller von einer höheren Bruttomarge, Kostensenkungen und den Effekten des Restrukturierungsprogramms. Der Umsatz stieg um 11,9 Prozent von 82,2 Millionen Euro auf 92,1 Millionen Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft außerhalb der Automobilindustrie, wobei sich der Umsatz im Bereich Aviation & Defence vervierfachte. Der Auftragseingang erhöhte sich nach Angaben im Schweizer-Halbjahresbericht vom Freitag auf 156,5 Millionen Euro nach 87,0 Millionen Euro im Vorjahr. Der Auftragsbestand wuchs gegenüber dem Jahresende 2025 um 32,7 Prozent auf 257,5 Millionen Euro.
Die Eigenkapitalquote sank zum 30. Juni auf 18,2 Prozent nach 21,4 Prozent zum Jahresende 2025. Gleichzeitig verschlechterte sich der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 6,0 Millionen Euro auf minus 4,2 Millionen Euro. Das Unternehmen bewertet seine Kapitalausstattung dennoch als tragfähig.
Für 2026 konkretisiert Schweizer den Ausblick. Die Umsatzprognose wurde auf 170 Millionen Euro bis 185 Millionen Euro angehoben, nach zuvor 165 Millionen Euro bis 185 Millionen Euro. Für das bereinigte EBITDA erwartet der Vorstand nun 3,3 Millionen Euro bis 4,0 Millionen Euro statt bislang 3,3 Millionen Euro bis 6,0 Millionen Euro. Die Zielspanne für die Eigenkapitalquote zum Jahresende wurde auf 17 Prozent bis 20 Prozent gesenkt.
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