United Internet: IONOS gleicht 1&1-Schwäche aus
United Internet hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Ergebnis gesteigert, obwohl die Tochtergesellschaft 1&1 nach einer Neuausrichtung ihres Tarifportfolios weniger Mobilfunkkunden verzeichnete. Der Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf 3,091 Milliarden Euro und das EBITDA stieg um 5,1 Prozent auf 676 Millionen Euro. Das EBIT legte dank geringerer Abschreibungen um 20 Prozent auf 342,4 Millionen Euro zu, das Ergebnis je United Internet Aktie verbesserte sich von 0,47 Euro auf 0,75 Euro. Insgesamt wuchs die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge um 550.000 auf 30,27 Millionen.
Für das Kundenwachstum sorgten vor allem IONOS und Mail & Media mit zusammen 690.000 zusätzlichen Verträgen. Dem stand ein Rückgang um rund 140.000 Verträge bei 1&1 gegenüber, nachdem der Mobilfunkanbieter besonders günstige Tarife aus dem Angebot genommen und Datenvolumina angepasst hatte. Die Investitionen blieben hoch, gingen aber leicht zurück. Der Cash-Capex verringerte sich von 297,0 Millionen Euro auf 283,6 Millionen Euro.
Für 2026 bestätigt United Internet seine Prognose. Der Konzern erwartet weiterhin einen Umsatz von rund 6,25 Milliarden Euro sowie ein EBITDA von etwa 1,45 Milliarden Euro. Der Cash-Capex soll zwischen 600 Millionen Euro und 650 Millionen Euro liegen.
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