OHB setzt auf Verteidigungsboom – Auftragsbestand auf Rekord
OHB hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und operative Profitabilität deutlich gesteigert und die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Die Gesamtleistung erhöhte sich um 11 Prozent auf 627,9 Millionen Euro, der Umsatz legte um 12 Prozent auf 600,1 Millionen Euro zu. Das bereinigte EBITDA des Raumfahrt-Konzerns aus Bremen stieg um 31 Prozent auf 60,4 Millionen Euro, das bereinigte EBIT verbesserte sich um 46 Prozent auf 38,9 Millionen Euro. Unter dem Strich ging der Gewinn jedoch zurück. Das Periodenergebnis sank von 11,5 Millionen Euro auf 4,8 Millionen Euro, das Ergebnis je OHB Aktie verringerte sich von 0,57 Euro auf 0,25 Euro.
Der Auftragsbestand wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 3,067 Milliarden Euro auf 3,304 Milliarden Euro und sichert nach Unternehmensangaben die Auslastung langfristig ab. Gleichzeitig verbesserte sich die Bilanzstruktur deutlich. Nach der Kapitalerhöhung stieg das Eigenkapital von 431,4 Millionen Euro auf 915,6 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote von OHB erhöhte sich von 27,5 Prozent auf 43,3 Prozent. Der Finanzmittelbestand lag Ende Juni bei 526,9 Millionen Euro, nach 52,8 Millionen Euro ein Jahr zuvor.
Neben der operativen Entwicklung trieb OHB den Ausbau seiner Position im Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft voran. Gemeinsam mit Rheinmetall arbeitet das Unternehmen an einer geschützten Kommunikationsarchitektur für Europa. Zudem gründete OHB zusammen mit Helsing das Joint Venture KIRK, das gemeinsam mit Hensoldt und Kongsberg Defence & Aerospace ein weltraumgestütztes Aufklärungs- und Zielerfassungssystem entwickeln soll. Parallel erreichte die Internationalisierung weitere Meilensteine, unter anderem mit einem ersten Satellitenprojekt von OHB Czechspace als Hauptauftragnehmer und dem Ausbau des britischen Standorts.
Für das Gesamtjahr bestätigt OHB die Prognose und erwartet weiterhin eine Gesamtleistung von rund 1,4 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen 10,5 Prozent und 11,0 Prozent liegen. Darüber hinaus bekräftigt der Konzern seine mittelfristigen Ziele mit einer Gesamtleistung von mehr als 4,0 Milliarden Euro und einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 13 Prozent.
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