SUSS MicroTec steigert Auftragsbestand auf Rekordniveau
SUSS Microtec hat im ersten Halbjahr 2026 den Auftragseingang auf 410 Millionen Euro gesteigert und den Auftragsbestand auf den Rekordwert von 473,7 Millionen Euro ausgebaut. Das Unternehmen aus Garching bei München verweist dabei auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Lösungen für Advanced Packaging entlang der KI-Wertschöpfungskette. Allein im zweiten Quartal erreichte der Auftragseingang mit 260,7 Millionen Euro einen Höchstwert, nachdem bereits das erste Quartal stark ausgefallen war. Zu den größten Einzelaufträgen zählte ein Auftrag über rund 115 Millionen Euro für Coating-Lösungen eines Kunden aus der KI-Chip-Lieferkette. Rund 220 Millionen Euro des Auftragsbestands entfallen bereits auf Auslieferungen im Geschäftsjahr 2027 und erhöhen damit die Planungssicherheit für das kommende Jahr.
„Im zweiten Quartal konnten wir den Auftragseingang dank der weiterhin starken Nachfrage nach unseren Lösungen erneut deutlich steigern. Gleichzeitig beobachten wir, dass Kunden ihre Aufträge mit längeren Vorlaufzeiten platzieren. Dies unterstreicht unsere gute Position in ausgewählten Wachstumssegmenten der Halbleiter-Wertschöpfungskette”, sagt Burkhardt Frick, CEO von SUSS, am Donnerstag.
Im ersten Halbjahr erzielte SUSS einen Umsatz von 202,8 Millionen Euro nach 266,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal zog das Geschäft jedoch deutlich an: Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorquartal von 86,6 Millionen Euro auf 116,2 Millionen Euro. Parallel verbesserten sich die Bruttomarge von 36,2 Prozent auf 38,0 Prozent sowie die EBIT-Marge von 4,3 Prozent auf 9,0 Prozent. Im Halbjahr erreichte die EBIT-Marge 7,0 Prozent, während der Free Cashflow mit 16,4 Millionen Euro nach minus 27,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum deutlich ins Plus drehte. Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich seit Jahresbeginn von 98,7 Millionen Euro auf 112,3 Millionen Euro.
Wachstumsimpulse durch neue Produkte
Neben dem starken Auftragseingang sieht SUSS zusätzliche Wachstumsimpulse durch neue Produkte. Zu Beginn des dritten Quartals lieferte das Unternehmen den ersten Scanner zur Bearbeitung von Panels an einen Kunden in Taiwan aus. Weitere Produkteinführungen sind für die zweite Jahreshälfte vorgesehen und sollen die Position in Wachstumsfeldern der Halbleiterindustrie ausbauen.
Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung bestätigt der SUSS-Vorstand die Prognose für 2026. Erwartet werden weiterhin Umsätze zwischen 425 Millionen Euro und 485 Millionen Euro, eine Bruttomarge von 35 bis 37 Prozent sowie eine EBIT-Marge zwischen 8 und 10 Prozent. „Mit einem Rekordauftragsbestand von 473,7 Mio. Euro und bereits rund 220 Mio. Euro an für 2027 vorgesehenen Auslieferungen verfügen wir über eine deutlich höhere Visibilität als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig hat sich die Profitabilität im zweiten Quartal wie erwartet verbessert und liegt wieder im Zielkorridor für das Gesamtjahr”, so Cornelia Ballwießer, CFO von SUSS.
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