Deutsche Rohstoff hebt Prognose nach starker Ölproduktion erneut an
Die Deutsche Rohstoff AG hat ihre Prognose für 2026 und 2027 erneut angehoben. Im Basisszenario, das einen WTI-Ölpreis von 75 US-Dollar je Barrel unterstellt, erwartet das Unternehmen für 2026 nun einen Umsatz von 300 bis 320 Millionen Euro, nach zuvor 260 bis 280 Millionen Euro, und ein EBITDA von 380 bis 400 Millionen Euro, nach 355 bis 375 Millionen Euro. Für 2027 steigen die Erwartungen auf einen Umsatz von 320 bis 340 Millionen Euro und ein EBITDA von 240 bis 260 Millionen Euro. Das EBITDA 2026 setzt sich nach Unternehmensangaben aus rund 240 Millionen Euro aus dem Öl- und Gasgeschäft sowie rund 160 Millionen Euro aus der Teilveräußerung der Almonty-Industries-Beteiligung zusammen.
Auslöser der Anhebung ist eine deutlich über den Erwartungen liegende Produktion der neuen Bohrungen. Die ersten vier Bohrungen des Jahres 2026 auf dem Dillon/Billings-Pad erreichten nach drei Monaten ein kumuliertes Fördervolumen von mehr als 90.000 Barrel pro Bohrung, rund 35 Prozent über Plan. Die erstmals in Betrieb genommenen drei Drei-Meilen-Bohrungen auf dem Malta-Pad erzielten Spitzenförderraten von rund 2.000 Barrel Öl pro Tag und lagen nach einem Monat kumuliert rund 50 Prozent über dem Erwartungswert.
Auf dieser Basis erwartet Deutsche Rohstoff für das zweite Halbjahr und zum Jahresende 2026 eine Tagesproduktion von 24.000 bis 26.000 Barrel Öläquivalent.
Abschreibung auf Altbohrungen in Colorado
Angesichts der starken Förderergebnisse weitet die US-Tochter 1876 Resources das Bohrprogramm um sechs Bruttobohrungen auf insgesamt 32 aus. Zudem erhöht sich der Beteiligungsanteil der Deutsche Rohstoff an den geplanten Bohrungen von 70 auf rund 73 Prozent, einzelne Bohrungen werden auf drei Meilen horizontaler Länge erweitert. Das Investitionsvolumen steigt infolgedessen auf 310 bis 330 Millionen Euro. Die sechs zusätzlichen Bohrungen sollen im vierten Quartal 2026 in Produktion gehen und tragen daher 2026 nur anteilig zum Ergebnis bei, der überwiegende Beitrag ist für 2027 geplant.
Belastet wird das Halbjahresergebnis von einer außerplanmäßigen Abschreibung auf Altbohrungen im Denver-Julesburg Basin in Colorado, die nach Steuern und Minderheitenanteilen das Konzernhalbjahresergebnis mit rund 15 Millionen Euro trifft. Ausschlaggebend waren gestiegene Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen und teilweise geringere Fördermengen als erwartet.
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