Bayer Aktie: Agrarsparte trägt das Quartal, mwb bleibt bei Kauf
Das Analystenhaus mwb research bestätigt seine Kaufempfehlung für die Bayer Aktie nach den Quartalszahlen des DAX-Konzerns und hält am Kursziel von 65 Euro fest. Gegenüber dem aktuellen Xetra-Kurs des Unternehmens von 49,64 Euro ergäbe sich damit ein Aufschlag von rund 31 Prozent.
Das Quartal verlief nach Einschätzung des Instituts im erwarteten Rahmen, fiel in den einzelnen Sparten aber sehr unterschiedlich aus. Die Stütze lieferte diesmal das Agrargeschäft Crop Science, wo ein günstigerer Produktmix und dauerhaft angelegte Einsparungen für Rückhalt sorgten. Weniger rund läuft es in den anderen Bereichen von Bayer: Die Pharmasparte steckt weiter mitten im Umbau, und im Consumer-Health-Geschäft lasten sinkende Margen auf dem Ergebnis. Beim Mittelzufluss zeigt sich noch keine Entspannung, weil Zahlungen aus Rechtsstreitigkeiten belasten, gegenüber dem Jahresauftakt hat sich die Lage nach Darstellung der Analysten aber merklich aufgehellt.
Neue Impulse für die Verschuldung erwartet das Institut aus dem Apollo-Deal, der den Ausblick zum Jahresende verbessere, ohne an der grundsätzlichen Fähigkeit zur Mittelerwirtschaftung etwas zu ändern. Insgesamt untermauern die Zahlen aus Sicht von mwb research das laufende operative Szenario, mehr aber nicht. Die eigentliche Kursfantasie speist sich für die Bank aus dem Urteil des Obersten US-Gerichtshofs und der Aussicht, dass die juristischen Kosten künftig sinken.
Nach den Prognosen von mwb research legt der Umsatz von 45,575 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 49,309 Milliarden Euro im Jahr 2028 zu. Beim ausgewiesenen Ergebnis je Bayer Aktie zeichnet sich die Wende ab, von minus 3,68 Euro im Jahr 2025 auf 1,04 Euro im laufenden Jahr und weiter auf 4,76 Euro bis 2028. Die operative Marge dürfte im selben Zeitraum von minus 2,4 auf 13,8 Prozent steigen, die Dividende je Bayer Aktie von 0,11 auf 2,14 Euro. Die Nettofinanzverschuldung soll von 29,517 Milliarden Euro auf 22,859 Milliarden Euro zurückgehen.
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