AT&S meldet große Ergebnissprünge: Quartal mit schwarzen Zahlen
Die AT&S AG ist mit einem kräftigen Wachstum in das Geschäftsjahr 2026/2027 gestartet. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal auf 548,7 Millionen Euro, nach 398,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal, währungsbereinigt ein Plus von 40 Prozent. Getragen wurde das nach Angaben des österreichischen Unternehmens vom Dienstag von höheren Volumina und einem besseren Preisumfeld, die negative Wechselkurseffekte überkompensierten. Das EBITDA stieg auf 165,0 Millionen Euro, nach 70,6 Millionen Euro, und übertraf damit den Vorjahreswert um 134 Prozent, die EBITDA-Marge kletterte von 17,7 auf 30,1 Prozent. Das EBIT drehte auf 73,4 Millionen Euro, nach minus 16,3 Millionen Euro, und übertraf damit den kumulierten Wert des gesamten vorangegangenen Geschäftsjahres von 66 Millionen Euro.
Auch unter dem Strich verbesserte sich die Lage deutlich. Das Konzernergebnis lag bei 40,8 Millionen Euro, nach minus 55,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal, das Ergebnis je AT&S Aktie bei 0,93 Euro, nach minus 1,55 Euro. Als Treiber nennt AT&S neben dem Volumenwachstum ein umfassendes Kostenoptimierungs- und Effizienzprogramm. Der operative Cashflow ging dagegen auf 39,9 Millionen Euro zurück, nach 184,0 Millionen Euro, wobei der hohe Vorjahreswert 146 Millionen Euro aus der Wiederaufnahme eines Factoring-Programms enthielt.
Die Kapitalbasis stärkte AT&S über die Emission von Anleihen. Am 16. Juni 2026 begab das Unternehmen eine Hybrid-Wandelschuldverschreibung über 400 Millionen Euro mit einer Verzinsung von 2,5 Prozent, deren Erlös in allgemeine Unternehmenszwecke und die Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten fließen soll. Der Bestand an Zahlungsmitteln stieg dadurch auf 1,184 Milliarden Euro, nach 738 Millionen Euro zum 31. März 2026, die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 29,0 Prozent. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum EBITDA der vergangenen zwölf Monate verbesserte sich von 3,2 auf 1,9.
Prognose von AT&S bestätigt
Parallel treibt AT&S den Ausbau seiner Standorte voran. Am Standort Kulim in Malaysia erweitert das Unternehmen auf Basis von Vereinbarungen mit dem Kunden AMD und einem weiteren Technologiekonzern die Produktion, die geplanten Investitionen von 1,5 bis 2,0 Milliarden Euro sind vollständig durch langfristige Kundenzusagen abgesichert, aber noch final zu verhandeln. Auch am Standort Chongqing baut AT&S Kapazitäten aus.
Für das Gesamtjahr 2026/27 bestätigt das Unternehmen seinen Ausblick und erwartet weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 45 bis 55 Prozent sowie eine EBITDA-Marge von 32 bis 37 Prozent. Das Investitionsvolumen sieht AT&S bei rund 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro.
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