Beiersdorf senkt Prognose - Turnaround-Plan für NIVEA
Der Vorstand von Beiersdorf hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 gesenkt und zugleich eine neue Phase im Umbau der Marke NIVEA beschlossen. Für den Unternehmensbereich Consumer und den Konzern rechnet Beiersdorf nun jeweils mit einem organischen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Bereich, nachdem zuvor ein flacher bis leicht wachsender Umsatz erwartet worden war. Für die Klebstofftochter tesa bleibt es bei der bisherigen Erwartung.
Bei der EBIT-Rendite ohne Sondereffekte sieht Beiersdorf für den Konzern nun mindestens 11,8 Prozent, nach 14,0 Prozent im Vorjahr, für den Consumer-Bereich mindestens 11,0 Prozent, nach 13,6 Prozent.
Als Gründe nennt Beiersdorf ein anhaltend schwieriges Marktumfeld in der Hautpflege, eine langsamer als erwartete Erholung von NIVEA sowie die Krise im Nahen Osten, die Verbraucherstimmung, Konsum und Kosten zusätzlich belastet. Vor diesem Hintergrund leitet der Vorstand eine weitere Phase der NIVEA-Neuausrichtung ein. Diese zielt darauf, das Wachstum über alle Kategorien wiederzubeleben und über erschwingliche, lokal ausgerichtete Produkte mehr Volumen und Marktdurchdringung zu erreichen. Dazu hat Beiersdorf zusätzliche Investitionen in verbraucherorientierte Aktivitäten beschlossen, die zusammen mit den gestiegenen Herstellungskosten 2026 die EBIT-Marge drücken. Innerhalb der kommenden 18 Monate will das Hamburger Unternehmen auf den Wachstumspfad zurückkehren, ab 2028 rechnet es wieder mit profitablem Wachstum.
Zudem hat Beiersdorf am Montag Zahlen vorgelegt. Im ersten Halbjahr 2026 gab der Konzernumsatz organisch um 3,5 Prozent auf 4,952 Milliarden Euro nach. Der Consumer-Bereich sank um 4,0 Prozent auf 4,113 Milliarden Euro, während tesa mit 839 Millionen Euro nur leicht unter Vorjahr lag. Die EBIT-Rendite ohne Sondereffekte betrug im Halbjahr 15,5 Prozent im Konzern und 15,4 Prozent im Consumer-Bereich. Den vollständigen Halbjahresbericht will Beiersdorf am 5. August 2026 vorlegen.
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