VIB Vermögen sichert sich 60 Millionen Euro im Zuge der Branicks-Restrukturierung
Die VIB Vermögen AG hat gemeinsam mit ihrer Muttergesellschaft Branicks Group AG Lock-up-Vereinbarungen zur Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten unterzeichnet. Beteiligt sind eine Gruppe von Anleihegläubigern der im September 2026 fälligen unbesicherten Branicks-Anleihe über 400 Millionen Euro sowie Inhaber von Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen über zusammen 179,5 Millionen Euro. Ziel ist die Verlängerung und Restrukturierung dieser Branicks-Verbindlichkeiten zu angepassten Konditionen sowie zugleich die Restrukturierung der Finanzschulden der Tochter VIB. Die Wirksamkeit wesentlicher Bestimmungen hängt an Bedingungen, die bis spätestens 31. Juli 2026 erfüllt sein müssen.
Für VIB steht eine neue Finanzierung im Mittelpunkt. Mitglieder der Gläubigergruppe sagen eine kurzfristige Überbrückungsfinanzierung über 60 Millionen Euro auf Ebene der VIB zu, die durch eine kapitalisierte Backstop-Gebühr auf 61,9 Millionen Euro steigt. Mit den Mitteln will VIB vor allem 58 Millionen Euro der im September 2026 und März 2027 fälligen eigenen Schuldscheindarlehen zurückzahlen. Beim Abschluss der Restrukturierung geht die Überbrückung in eine langfristige Finanzierung über, die am 30. September 2029 endfällig wird und mit 10,0 Prozent pro Jahr verzinst ist, zuzüglich weiterer Gebühren.
Verbunden ist die Restrukturierung mit einem umfangreichen Sicherheitenpaket, darunter eine doppelstöckige LuxCo-Struktur und die Verpfändung von Anteilen an wesentlichen Tochtergesellschaften. Zudem wurde ein Geschäftsplan bis 2030 vereinbart, der den Verschuldungsgrad unter anderem über Immobilienverkäufe deutlich senken soll. Geplant sind außerdem Änderungen in der Unternehmensführung, bei VIB unter anderem in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats.
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