Dräger verdreifacht das Halbjahres-EBIT und steigert Marge
Die Drägerwerk AG & Co. KGaA hat im ersten Halbjahr 2026 ihr Ergebnis kräftig verbessert. Das EBIT stieg auf 63,8 Millionen Euro, nach 20,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, und hat sich damit mehr als verdreifacht. Die EBIT-Marge kletterte von 1,3 auf 4,0 Prozent. Getragen wurde das von einem währungsbereinigt um 7,7 Prozent auf 1,603 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz sowie einer höheren Bruttomarge, die von 44,8 auf 46,5 Prozent zulegte. Die Funktionskosten wuchsen mit 3,6 Prozent auf 680,8 Millionen Euro deutlich langsamer als der Umsatz. Der Auftragseingang lag mit 1,747 Milliarden Euro leicht über dem Vorjahr, ein währungsbereinigtes Plus von 1,8 Prozent.
Uneinheitlich verlief das Auftragsgeschäft in den Segmenten. Die Medizintechnik verzeichnete beim Auftragseingang ein währungsbereinigtes Minus von 3,7 Prozent auf 956,5 Millionen Euro, was Dräger auf einen mexikanischen Großauftrag im hohen Vorjahreswert zurückführt. Ohne diesen Effekt wäre der Auftragseingang ungefähr stabil geblieben. Die Sicherheitstechnik legte dagegen deutlich um 9,5 Prozent auf 790,9 Millionen Euro zu. Beim Umsatz wuchsen beide Segmente kräftig, die Medizintechnik um 7,6 Prozent auf 897,5 Millionen Euro und die Sicherheitstechnik um 7,8 Prozent auf 705,6 Millionen Euro.
Zollrückzahlungen stützen das Ergebnis
Ins EBIT floss zudem ein Einmaleffekt von 7,8 Millionen Euro aus der Rückerstattung von Zollzahlungen im zweiten Quartal. Nach dem Bilanzstichtag erhielt Dräger im Juli weitere Rückerstattungen samt Zinsen von rund 14,2 Millionen Euro, die das Unternehmen ergebniswirksam im dritten Quartal verbucht. Weitere Rückzahlungen von rund 7 bis 9 Millionen Euro hält Dräger für möglich, macht aber deutlich, dass Zeitpunkt und Höhe offen sind. Im zweiten Quartal allein stieg das EBIT auf 45,9 Millionen Euro, nach 20,0 Millionen Euro, die EBIT-Marge auf 5,4 Prozent.
Auf Basis dieser Entwicklung hob Dräger vor wenigen Tagen die Ergebnisprognose an. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun mit einer EBIT-Marge von 6,0 bis 8,0 Prozent, nach ursprünglich 5,0 bis 7,5 Prozent. Begründet wird das mit der starken operativen Entwicklung und den erhaltenen Zollrückerstattungen. Bei der Umsatzerwartung bleibt es unverändert bei einem währungsbereinigten Anstieg von 2,0 bis 6,0 Prozent. Zudem kündigte Dräger einen Capital Markets Day für den 18. November 2026 in Lübeck an.
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