UmweltBank klettert im ersten Halbjahr in die Gewinnzone
Die Umweltbank hat im ersten Halbjahr 2026 ein positives Ergebnis vor Steuern von 2,2 Millionen Euro erzielt. Getragen wurde die Entwicklung nach Angaben des Instituts vor allem vom Firmenkundengeschäft. Im zweiten Quartal vergab die UmweltBank Kredite über rund 150 Millionen Euro und übertraf damit allein in drei Monaten das gesamte Neugeschäft des Vorjahres von etwa 120 Millionen Euro. Über das erste Halbjahr summierte sich das Kreditneugeschäft auf rund 180 Millionen Euro, das sich etwa hälftig auf erneuerbare Energien und nachhaltige Immobilien verteilt. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand ein Volumen von 450 Millionen Euro an, wozu bereits Finanzierungen über rund 270 Millionen Euro in konkreter Anbahnung sind.
Im Privatkundengeschäft gewann die UmweltBank im ersten Halbjahr rund 11.000 Kunden netto hinzu, womit die Kundenzahl auf etwa 195.000 stieg. Die Privatkundeneinlagen gingen dagegen auf 3,9 Milliarden Euro zurück, nach 4,3 Milliarden Euro zum Jahresende 2025, was die Bank überwiegend auf auslaufende Sonderkonditionen bei Tagesgeldkonten zurückführt. Beim 2025 eingeführten Girokonto UmweltGiro erhöhte sich der Bestand auf rund 7.400 Konten und damit auf mehr als das Doppelte des Vorquartals. Das Kundendepotvolumen stieg auf 597 Millionen Euro, nach 556 Millionen Euro.
Beim Ergebnis wirkte das Kostenprogramm. Der Verwaltungsaufwand der UmweltBank sank im ersten Halbjahr um rund 13 Prozent auf 31,2 Millionen Euro, nach 35,7 Millionen Euro. Während die Personalkosten durch Neueinstellungen und Gehaltsanpassungen auf 17,1 Millionen Euro stiegen, nach 14,3 Millionen Euro, ging der andere Verwaltungsaufwand um 34 Prozent zurück. Die Gesamterträge lagen mit 33,4 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 42,4 Millionen Euro, der allerdings noch signifikante Sondererträge enthielt. Die für das Kreditgeschäft wichtige Gesamtkapitalquote verbesserte sich auf 17,1 Prozent und liegt damit über den aufsichtlichen Anforderungen von rund 15 Prozent. Die Ratingagentur Fitch bestätigte die Bonität mit BBB- und damit im Investment-Grade-Bereich.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die UmweltBank mit operativen Erträgen am unteren Ende der Prognosespanne von 76 bis 86 Millionen Euro. Gegenläufig wirken die Maßnahmen aus dem Kosten- und Effizienzprogramm, aus denen das Institut für 2026 eine Entlastung beim Sachaufwand von rund 13 Millionen Euro erwartet. Im Basisszenario plant der Vorstand Wachstumsinvestitionen von rund 5 Millionen Euro, die bei schwächerer Ertragsentwicklung zur Disposition stünden. In beiden Szenarien erwartet die UmweltBank ein Ergebnis vor Steuern am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite von 12,5 bis 17,5 Millionen Euro.
