BB Biotech: 430 Millionen Franken Gewinn und eine neue Dividendenregel
Die BB Biotech AG hat im ersten Halbjahr 2026 einen Gewinn nach Steuern von 430 Millionen Schweizer Franken erzielt, nach einem Verlust von 341 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum. Praktisch der gesamte Betrag entfiel auf das zweite Quartal, das einen Gewinn von 451 Millionen Franken brachte, nach minus 100 Millionen Franken ein Jahr zuvor. Bei einer Beteiligungsgesellschaft spiegelt dieses Ergebnis im Wesentlichen die Kursentwicklung der gehaltenen Portfoliounternehmen und entwickelt sich entsprechend schwankungsreich. Der Nettoinventarwert legte laut BB Biotech im zweiten Quartal um 17,2 Prozent in Franken zu und übertraf den Nasdaq Biotechnology Index um 3,5 Prozentpunkte, die Aktie selbst kam auf 9,7 Prozent. Entsprechend weitete sich der Kursabschlag beim Schweizer Biotechnologie-Wert zum Nettoinventarwert zum 30. Juni 2026 auf 12,9 Prozent aus. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Zugleich ändert BB Biotech die Ausschüttungspolitik. Ab dem Geschäftsjahr 2026 strebt die Gesellschaft eine jährliche Dividendenrendite von 3 bis 5 Prozent des Aktienkurses an und löst damit die bisherige feste Ausschüttungsregel ab. Die konkrete Höhe legt der Verwaltungsrat jährlich anhand von Anlageperformance, Entwicklung des Nettoinventarwerts und Marktlage fest. Erstmals greift der neue Rahmen bei der Ausschüttung im Frühjahr 2027. Ergänzt wird er durch das im Februar 2026 angekündigte Aktienrückkaufprogramm.
Im Portfolio war das zweite Quartal von reger Aktivität geprägt. BB Biotech ging zwölf neue Beteiligungen ein und trennte sich zugleich von Positionen, bei denen sich die Investmentthese weitgehend erfüllt hatte. Zum Quartalsende umfasste das Portfolio 37 börsennotierte Beteiligungen und insgesamt 39 Investitionen. Die neuen Engagements verteilen sich auf Onkologie, Immunologie, Neurologie und seltene Erkrankungen. Zusätzlich erhöhte die Gesellschaft ihre Gewichtung großkapitalisierter Biotechwerte, darunter Amgen, Argenx, Vertex Pharmaceuticals und Gilead Sciences.
Getragen wurde die Wertentwicklung auch von Übernahmen im Portfolio. Drei Beteiligungen wurden 2026 bislang Gegenstand angekündigter Transaktionen: Merck übernahm Terns Pharmaceuticals, GSK kündigte den Kauf von Nuvalent an, und nach Quartalsende gab Vertex Pharmaceuticals die Übernahme von Crinetics Pharmaceuticals bekannt. In den vergangenen sechs Quartalen summierten sich die Übernahmen von Portfoliounternehmen auf acht.
Für die zweite Jahreshälfte verweist BB Biotech auf rund 7 Prozent des Nettoinventarwerts in liquiden Mitteln. Zwar seien die fundamentalen Argumente für Biotechnologie „insgesamt überzeugend”, so das Unternehmen, man mahnt aber zugleich, dass attraktive Chancen nach der Sektorerholung seit April 2025 seltener geworden sind.

