Bayer: Exklusiv-Deal mit RAGT für Weizen
Bayer hat eine exklusive Lizenzvereinbarung mit dem europäischen Saatgutunternehmen RAGT geschlossen und will auf dieser Basis Anfang der 2030er Jahre Hybridweizen auf den Markt bringen, zeitgleich in Europa und Nordamerika. Der Vertrag verschafft Bayer Zugang zu Weizengenetik, die auf europäische Anbaubedingungen zugeschnitten ist, und ergänzt damit die eigene Züchtungsplattform. Mittelfristig ordnet Bayer das Vorhaben als eigenes Geschäftsfeld ein und rechnet ab Mitte der 2040er Jahre mit Jahresumsätzen von bis zu einer Milliarde Euro. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
„Weizen gehört zu den weltweit wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Gleichzeitig stagniert die Weizenproduktion und steht zunehmend unter Druck, zum Beispiel durch langanhaltende Dürren und Hitzewellen wie wir sie dieses Jahr auch in Europa schon erlebt haben. Robustere Hybridweizensorten sind bislang aber noch nicht breit verfügbar”, sagt Peter Müller, Leiter Cereals, Cotton, Canola/OSR & Biofuels in Bayers Crop Science Division. Der Markt ist entsprechend groß: Weizen wird weltweit auf mehr als 220 Millionen Hektar angebaut und trägt zur Ernährung von etwa 30 Prozent der Weltbevölkerung bei, während das Potenzial der Hybridisierung bei dieser Kultur bislang kaum erschlossen ist.
Regional setzt Bayer unterschiedliche Schwerpunkte. In Europa konzentriert sich der Konzern auf Winterweizen, in Nordamerika sind sowohl Winter- als auch Sommerweizen vorgesehen, aufbauend auf der bestehenden Marke WestBred. Nach Einschätzung von Bayer lässt sich das genetische Ausgangsmaterial in beiden Regionen auf mehr als 80 Prozent der Weizenflächen einsetzen. Beim Ertrag erwartet Bayer bereits zur Markteinführung ein Plus von rund zehn Prozent gegenüber konventionellen, offen abblühenden Sorten, mit weiterem Steigerungspotenzial in den Folgejahren.
Den technischen Vorteil von Hybridweizen sieht Bayer vor allem in robusteren Pflanzen. Diese verfügen den Angaben zufolge über ein stärkeres Wurzelsystem und entwickeln sich besser, woraus eine höhere Toleranz gegenüber Krankheiten, Schädlingen, Trockenheit und Hitze folgen soll.

