Nel ASA mit Auftragsschub, aber Iwatani-Vergleich drückt das Ergebnis
Nel ASA hat im zweiten Quartal 2026 Erlöse aus Kundenverträgen von 153 Millionen Norwegischen Kronen erzielt und damit 12 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, als es 174 Millionen Kronen waren. Gegenüber dem Auftaktquartal legte das norwegische Wasserstoff-Unternehmen damit leicht zu. Die gesamten Umsatzerlöse und sonstigen Erträge beliefen sich auf 182 Millionen Kronen, nach 152 Millionen Kronen im ersten Quartal und 215 Millionen Kronen im Vorjahresquartal. Der Nettoverlust weitete sich auf 189 Millionen Kronen aus, nach 131 Millionen Kronen im zweiten Quartal 2025, und geht im Wesentlichen auf den operativen Verlust von 205 Millionen Kronen zurück. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Beim EBITDA verzeichnete Nel einen Fehlbetrag von 155 Millionen Kronen, nach minus 100 Millionen Kronen im ersten Quartal und minus 86 Millionen Kronen im Vorjahresquartal. Belastet wurde die Kennzahl durch einen Einmaleffekt von 70 Millionen Kronen im Zusammenhang mit dem Vergleich mit Iwatani. Die Liquidität von Nel lag zum Quartalsende bei 1,328 Milliarden Kronen, nach 1,928 Milliarden Kronen ein Jahr zuvor. Diese Mittel reichen nach Einschätzung des Unternehmens zusammen mit den Anpassungen bei Kostenbasis und Kapazitätsauslastung aus, um das Geschäft zu finanzieren und in die Technologieentwicklung zu investieren.
Deutlich aufwärts ging es beim Auftragseingang. Nel verbuchte im Berichtsquartal Bestellungen über 230 Millionen Kronen und damit 224 Prozent mehr als im Vorjahresquartal sowie 171 Prozent mehr als im Vorquartal. Der Löwenanteil von 96 Prozent entfiel auf das PEM-Geschäft, dessen Auftragsbestand um 147 Millionen auf 990 Millionen Kronen wuchs. Auf die Alkaline-Sparte entfielen dagegen lediglich 8 Millionen Kronen an neuen Aufträgen bei einem Bestand von 224 Millionen Kronen. Konzernweit summierte sich der Auftragsbestand auf 1,213 Milliarden Kronen, ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorquartal und ein Minus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Operativ setzte die PEM-Sparte von Nel 97 Millionen Kronen um, 31 Prozent mehr als im ersten Quartal, aber 10 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, getragen vor allem von kleinformatigen Elektrolyseuren. Das EBITDA der Sparte verbesserte sich auf minus 35 Millionen Kronen, was Nel auf bessere Produkt- und Projektmargen zurückführt. Im Alkaline-Geschäft sanken die Erlöse um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, während das EBITDA weitgehend auf Vorjahresniveau blieb. Am 6. Mai brachte Nel dort die neue Druck-Alkaline-Plattform der PA-Serie auf den Markt. Personell steht ein Wechsel an der Spitze bevor: Vorstandschef Håkon Volldal verlässt das Unternehmen, wobei Aufsichtsratschef Arvid Moss betonte, an Strategie, Geschäftsmodell und Prioritäten von Nel ändere sich dadurch nichts.
