Leifheit streicht Stellen und kappt die Ergebnisprognose für 2026
Der Vorstand der Leifheit AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats das „Performanceprogramm FOCUS” beschlossen, das konzernweit unter anderem den Abbau von bis zu 70 Stellen vorsieht. Hinzu kommen ein neues Organisations- und Steuerungsmodell, gestraffte Konzernstrukturen und die Digitalisierung zentraler Prozesse. Ab dem Geschäftsjahr 2028 soll das Programm dauerhaft wiederkehrende Einsparungen von voraussichtlich rund 7,5 Millionen Euro pro Jahr bringen, erste Effekte erwartet Leifheit bereits 2027. Für die Umsetzung fallen einmalige Personal- und Sachaufwendungen von bis zu 9,6 Millionen Euro an, von denen rund 5,4 Millionen Euro im laufenden Jahr ergebniswirksam werden. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Belastet wird das Ergebnis von Leifheit zusätzlich durch einen schwachen Geschäftsverlauf. Im ersten Halbjahr 2026 sank der Konzernumsatz auf vorläufiger Basis auf 116,3 Millionen Euro, nach 123,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das EBIT drehte auf minus 2,7 Millionen Euro, nach plus 2,0 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Vor diesem Hintergrund senkt Leifheit die Prognose für das Gesamtjahr und rechnet beim Konzernumsatz nun mit einem leichten Rückgang gegenüber den 236,2 Millionen Euro des Vorjahres, nachdem zuvor ein leichtes Wachstum in Aussicht gestellt worden war.
Auch die Ergebniserwartung setzt Leifheit deutlich nach unten. Für 2026 stellt das Unternehmen nun ein Konzern-EBIT von 0 Millionen Euro in Aussicht, zuvor war ein Wert auf dem Vorjahresniveau von 10,0 Millionen Euro prognostiziert worden. Ohne die Einmaleffekte aus dem FOCUS-Programm erwartet Leifheit ein EBIT von 5,4 Millionen Euro. Auch beim Free Cashflow geht das Unternehmen nun von 0 Millionen Euro aus, nach zuvor erwarteten 6,4 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.

