BMW: Warnung hat Folgen – Analysten überarbeiten ihre Modelle
Gestern Abend hat BMW überraschend eine sehr deutliche Warnung herausgebracht. Dabei spielen die Marktschwäche in China sowie der Iran-Konflikt wichtige Rollen. So soll der Autoabsatz um 1,0 Prozent bis 4,9 Prozent sinken. Bisher ging man von einem Absatz auf Vorjahresniveau aus.
Die EBIT-Marge im Autobereich wird bei 1,0 Prozent bis 3,0 Prozent (alt: 4,0 Prozent bis 6,0 Prozent) gesehen. Der Konsens stand bisher bei 5,2 Prozent. Der Vorsteuergewinn soll deutlich, d.h. um mehr als 15 Prozent sinken. Zuvor rechnete der Autobauer mit einem Minus von 10,0 Prozent bis 14,9 Prozent.
Viele Analysten reagieren auf die Warnung. So bleibt es bei den Experten der DZ Bank bei der Kaufempfehlung für den Titel. Das Kursziel wird von 94,00 Euro auf 75,00 Euro verringert.
Je Aktie erwarten die Analysten 2026 einen Gewinn von 5,40 Euro (alt: 10,35 Euro). 2027 sollen es 10,77 Euro (alt: 12,72 Euro) sein. Die Prognose für 2028 wird von 15,14 Euro auf 13,21 Euro zurückgenommen.
Auch die Experten der Deutschen Bank nehmen ihr Kursziel für die BMW-Aktie zurück. Hier geht es von 100,00 Euro auf 90,00 Euro nach unten. Unverändert wird eine Kaufempfehlung für den Autobauer ausgesprochen. Die Warnung kommt für die Analysten nicht überraschend, allerdings hatten sie nicht mit dieser Deutlichkeit gerechnet.
Die Analysten von Goldman Sachs belassen es bei der Kaufempfehlung und dem Kursziel von 107,00 Euro für den Titel. Der Konsens sollte nach der Warnung klar sinken. Beruhigend ist für die Amerikaner, dass BMW an der bisher Ausschüttungspolitik festhalten will. 30 Prozent bis 40 Prozent des Gewinns sollen auch künftig an die Aktionäre gehen.
Von den Experten der UBS gibt es weiter das Votum „neutral“ für die BMW-Aktien bei einem Kursziel von 88,00 Euro. Auch die Schweizer sind von der Warnung, vor allem aufgrund der Entwicklung in China, nicht überrascht. Doch auch hier ist die Höhe der Warnung nicht gesehen worden. Mehr Informationen dürfte es vermutlich erst auf einem Kapitalmarkttag im September geben.
Mit „underweight“ bewerten die Analysten von Barclays das BMW-Papier. Die Briten errechnen ein Kursziel von 82,50 Euro. Die Warnung könnte auch ein Signal für die deutsche Autobranche sein.
Die Aktien von BMW geben 6,7 Prozent auf 63,36 Euro nach. Vor der Warnung stand die Aktie noch bei fast 70 Euro. In den vergangenen sechs Monaten hat die Aktie 28 Prozent nachgegeben.
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