Die wirtschaftlichen Narben des Iran-Krieges bleiben auch nach dem Friedens-Deal - DZ BANK
Die USA und der Iran haben sich darauf verständigt, am kommenden Freitag einen Friedensvertrag zu unterzeichnen. Der Finanzmarkt reagiert positiv: Der Ölpreis fällt, die Aktien steigen. Geht der Deal tatsächlich über die Bühne, wäre die Erleichterung groß und weitere Kursgewinne grundsätzlich möglich.
Die vergangenen Monate haben aber tiefe Spuren hinterlassen, die sich auch nach einer offiziellen Beendigung des Krieges und einer Wiederöffnung der Straße von Hormus nicht so einfach beseitigen lassen. Schäden an Produktionsstätten müssen repariert und stillgelegte Ölquellen wieder hochgefahren werden. Auch der Schiffsverkehr muss sich erst wieder einpendeln. Das Vorkriegsniveau bei der Ölproduktion dürfte nicht so schnell wieder erreicht werden. Auch Lieferkettenstörungen brauchen Zeit, um sich wieder aufzulösen.
Höhere Inflationsraten erleben wir bereits, und auch diese Effekte werden nicht einfach verschwinden. Das bremst Konsum und Wirtschaftswachstum – vor allem in Europa und Deutschland. Eine nachhaltige Einigung zwischen den USA und dem Iran ist deshalb zwar eine gute Nachricht, aber kein Neustart. Die wirtschaftlichen Narben der vergangenen Monate werden den globalen Konjunkturausblick noch weit in das Jahr 2027 hinein prägen.
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