Bayer Aktie: Experten uneins über Glyphosat-Risiko
Beim Leverkusener Pharma- und Agrarkonzern Bayer drehen sich die jüngsten Analystenkommentare vor allem um die juristischen Altlasten rund um den Unkrautvernichter Glyphosat. UBS bleibt mit deutlich höherem Kursziel klar im Lager der Optimisten, während Berenberg die Aktie zwar etwas höher einschätzt, in der Bewertung aber zurückhaltend bleibt. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
UBS bekräftigt für die Bayer Aktie das Kursziel von 52 Euro sowie die Kaufempfehlung. Nach einer Telefonkonferenz mit einem Juristen zum Verfahren über die Verlagerung von Klagen an ein Bundesgericht in Kalifornien verweisen die Analysten darauf, wie verwickelt und riskant der angestrebte Glyphosat-Vergleich nach wie vor sei.
Berenberg hebt das Kursziel für den DAX-Konzern leicht von 40,00 auf 40,50 Euro an und behält die Einstufung der Bayer Aktie mit „Hold” bei. Die Chance auf ein für Bayer positives Urteil des US-Supreme-Courts im sogenannten Durnell-Verfahren zu Glyphosat beziffern die Experten auf 60 Prozent, was sie als kaum mehr als einen Münzwurf einordnen. Auch beim angepeilten Vergleich seien etliche Ausgänge denkbar. Die Schätzungen schraubten die Analysten dennoch leicht nach oben, begründet unter anderem mit höheren Margen im Pharmageschäft und vorteilhafteren Wechselkursen.
Die Bayer Aktie notiert bei 35,96 Euro mit 0,47 Prozent im Plus.


