SBO: Nahost-Konflikt drückt Ergebnis – Aufträge erholen sich
Die SBO AG verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen starken Ergebniseinbruch: Das Ergebnis nach Steuern fiel auf null nach 13 Millionen Euro im Vorjahr, das Ergebnis je SBO Aktie damit ebenfalls auf 0,00 Euro nach zuvor 0,83 Euro. Das EBIT sank auf 2,7 Millionen Euro nach 18,3 Millionen Euro, das EBITDA auf 11,4 Millionen Euro nach 26,4 Millionen Euro – die EBITDA-Marge hielt sich mit 11,6 Prozent knapp zweistellig. Der Umsatz fiel auf 98,5 Millionen Euro nach 129,2 Millionen Euro, bedingt durch den schwachen Auftragseingang des zweiten Halbjahres 2025 sowie logistische Einschränkungen im Nahen Osten infolge der Eskalationen am Persischen Golf ab Ende Februar. Der freie Cashflow drehte auf minus 7,1 Millionen Euro nach plus 13,3 Millionen Euro.
Auf der Auftragsseite signalisiert SBO dagegen eine Trendwende: Der Auftragseingang stieg um 18,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 117,6 Millionen Euro, die Book-to-Bill-Ratio lag bei 1,2 und der Auftragsbestand erhöhte sich auf 106,0 Millionen Euro nach 89,5 Millionen Euro zum Jahresende 2025. Wachstumsbeiträge lieferten insbesondere die Sparten Additive Manufacturing sowie Subsea Flow Control. Die Nettoverschuldung blieb mit 82,8 Millionen Euro trotz laufender Diversifizierungs-Investitionen gering, die Eigenkapitalquote lag bei 47,8 Prozent.
Für die zweite Jahreshälfte erwartet SBO eine Erholung, sieht aber weiterhin erhebliche Unsicherheiten durch die Lage im Nahen Osten. Mittelfristig stützen strukturelle Treiber im Bereich Öl und Gas wie Energieversorgungssicherheit, strategische Lagernachfüllung und geografisch diversifizierte Bezugsquellen die Nachfrage nach SBO-Produkten. Parallel treibt das österreichische Unternehmen die Diversifizierung voran: „Wir steuern das operative Geschäft durch den Zyklus und setzen unsere Strategie weiter um. Unser Additive-Manufacturing-Business in Europa und den USA bauen wir aus und steigern gleichzeitig unsere Aktivitäten in Bereichen wie Geothermie und Carbon Capture & Storage”, so CEO Klaus Mader am Donnerstag.
Die SBO Aktie notiert bei 33,550 Euro mit 2,61 Prozent im Minus.
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Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: SBO AG.

