ZEAL Network wächst trotz dünner Jackpots
ZEAL Network erzielte im ersten Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 54,3 Millionen Euro, nach 51,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum – ein Anstieg von sechs Prozent trotz laut ZEAL schwacher Jackpot-Lage. Die monatlich aktiven Lotterie-Kunden wuchsen um fünf Prozent auf 1,575 Millionen, die Neuregistrierungen legten um elf Prozent auf 0,274 Millionen zu. Die Bruttomarge im Lotteriesegment verbesserte sich auf 17,8 Prozent, nach 17,1 Prozent im Vorjahr. Das Transaktionsvolumen aus Lotterien stieg leicht auf 268,0 Millionen Euro.
Das EBITDA lag mit 15,5 Millionen Euro rund 13 Prozent unter dem Vorjahreswert von 17,7 Millionen Euro. Ursache sind laut ZEAL Network bewusst erhöhte Aufwendungen im Bereich Marketing, die um 13 Prozent gestiegen sind, sowie für das Personal, hier ging es um 21 Prozent nach oben. Das Games-Segment entwickelte sich weiterhin positiv: Bei mehr als 740 Titeln im B2C-Portfolio wuchsen die Erlöse um 14 Prozent auf 3,9 Millionen Euro, nach 3,4 Millionen Euro im Vorjahr.
Strategisch treibt ZEAL die Diversifizierung vom klassischen Lotterievermittlungsgeschäft voran. Mit der am 14. April 2026 gestarteten Traumautoverlosung ergänzt das Unternehmen sein Portfolio um bereits die dritte eigene Soziallotterie in Deutschland, nach freiheit+ und der Traumhausverlosung. Ziel ist es nach Angaben des Hamburger Unternehmens, skalierbare Eigenprodukte aufzubauen und die Abhängigkeit von Jackpot-Zyklen strukturell zu reduzieren.
„Das erste Quartal 2026 zeigt, dass wir unsere Strategie auch in einem schwachen Jackpot-Umfeld konsequent umsetzen: Das Kerngeschäft wächst und wir haben weiter in die Diversifizierung unseres Geschäftsmodells investiert”, so ZEAL-CFO Andrea Behrendt. Dies schaffe „die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum, das unabhängiger von Jackpot-Zyklen wird.”
Die ZEAL Network Aktie notiert bei 49,40 Euro mit 0,2 Prozent im Minus.

