Rheinmetall: Umsatz verfehlt Erwartung, Backlog springt auf 73 Milliarden Euro
Wachstum ja, aber nicht genug für den Markt: Rheinmetall hat im ersten Quartal 2026 den Umsatz um 7,7 Prozent auf 1,938 Milliarden Euro gesteigert, verfehlt damit aber den Analystenkonsens von 2,3 Milliarden Euro deutlich. Das operative Ergebnis legte auf 224 Millionen Euro zu, nach 191 Millionen Euro im Vorjahr, die operative Marge verbesserte sich von 10,5 auf 11,6 Prozent und traf damit die Markterwartung. Der Rückstand beim Umsatz erklärt sich durch Verschiebungen ins zweite Quartal: Vorproduzierte LKW für einen deutschen Kunden sowie erhöhte Munitionsauslieferungen aus dem neuen Werk in Murcia, Spanien, sollen erst im zweiten Quartal abgenommen werden. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Der operative freie Cashflow fiel mit minus 285 Millionen Euro deutlich negativ aus, bedingt durch steigende Investitionsausgaben und Working-Capital-Aufbau bei niedrigen Kundenanzahlungen. Auf der Auftragseingangseite zeigt sich hingegen ungebremstes Wachstum: Eine Nominierung über 4,9 Milliarden Euro sowie die Ersterfassung des Backlogs von Naval Systems trieben den Gesamtauftragsbestand auf rund 73 Milliarden Euro, ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von rund 56 Milliarden Euro.
„Für 2026 gehen wir von einem ähnlichen Wachstumspfad für das erste Halbjahr aus, allerdings mit einer deutlichen Wachstumsbeschleunigung im zweiten Quartal des Jahres”, so das Düsseldorfer Unternehmen zum Ausblick. Die Jahresprognose bleibt unverändert: Rheinmetall erwartet ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent, eine operative Ergebnismarge von rund 19 Prozent sowie eine Cash Conversion Rate von mehr als 40 Prozent. Die vollständigen Q1-Zahlen folgen am 7. Mai 2026.
Die Rheinmetall Aktie notiert bei 1.362,20 Euro mit 0,58 Prozent im Minus.


