Abivax löst Royalty-Zertifikate ab und verbessert Kapitalstruktur
Abivax hat sich mit den Inhabern der im September 2022 ausgegebenen Royalty-Zertifikate auf einen vollständigen Rückkauf zum Preis von 90 Millionen US-Dollar geeinigt. Davon werden 45 Millionen Dollar am voraussichtlichen Closing-Datum um den 7. Mai 2026 in bar beglichen. Die verbleibenden 45 Millionen Dollar fließen unmittelbar zurück in das französische Biotechnologie-Unternehmen: Die Zertifikatsinhaber gewähren ein zinsloses Verkäuferdarlehen, das gegen den Ausgabepreis von 403.347 neu emittierten Abivax-Stammaktien in Form von American Depositary Shares (ADS) verrechnet wird. Der Ausgabepreis je ADS beträgt Unternehmensangaben vom Dienstag zufolge 111,57 US-Dollar, was dem volumengewichteten Fünftagesdurchschnitt auf dem Nasdaq Global Market vom 27. April bis 1. Mai 2026 entspricht. Die zurückgekauften Zertifikate werden unmittelbar nach Closing eingezogen.
Die Transaktion führt laut Abivax zu einer Verwässerung von rund 0,5 Prozent des Grundkapitals. Ein Aktionär mit einem Anteil von einem Prozent vor der Emission hält nach Abschluss noch rund 0,99 Prozent. Finanzielle Mittelzuflüsse entstehen dem Unternehmen aus der Kapitalerhöhung nicht, da der Ausgabepreis vollständig durch die Aufrechnung mit dem Verkäuferdarlehen beglichen wird. Etwaige Differenzen zwischen dem Buchwert der Zertifikate und der geleisteten Gegenleistung werden im zweiten Quartal 2026 erfolgswirksam erfasst.
Für Anleger relevant ist vor allem die unveränderte Liquiditätsaussage: Abivax verfügte zum 31. Dezember 2025 über Zahlungsmittel und kurzfristige Anlagen von 530,4 Millionen Euro. Auch nach dem Rückkauf der Royalty-Zertifikate bleibt der projizierte Cash-Runway auf Basis der aktuellen Planungsannahmen bis in das vierte Quartal 2027 bestehen.
Die Abivax Aktie notiert bei 103,80 Euro mit 4,16 Prozent im Plus.

