SAP: Quartalszahlen mildern Nahostsorgen – Kursziele unter Druck
Besser als befürchtet, aber nicht ohne Wermutstropfen: SAPs Quartalszahlen haben Sorgen über die Folgen des Nahostkonflikts für die Softwarebranche zumindest teilweise zerstreut. Gleichzeitig senken zwei der drei kommentierenden Häuser ihre Kursziele – weniger wegen der Geschäftsentwicklung als wegen angepasster Makroannahmen.
Berenberg kürzt das Kursziel von 250 auf 215 Euro, hält aber am „Buy” für die Aktien von SAP fest. Die Quartalsergebnisse hätten Bedenken rund um den Nahostkonflikt abgemildert, so das Institut. Das Management des Konzerns aus Walldorf habe zwar eingeräumt, nicht vollständig immun gegen einen länger andauernden Konflikt zu sein, Berenberg geht im Basisszenario jedoch von einer baldigen Deeskalation aus und passt lediglich die kurzfristigen Wachstumsschätzungen leicht nach unten an.
Goldman Sachs senkt das Kursziel für die SAP Aktie von 260 auf 230 Euro, bleibt aber ebenfalls bei einer Kaufempfehlung. Der Current Cloud Backlog – der aus bestehenden Cloudverträgen erwartete Umsatz der nächsten zwölf Monate – habe sich in einem schwierigen Umfeld widerstandsfähig gezeigt, so die Analysten. Im Mittelpunkt stehe nun die SAPPHIRE-Konferenz, wo das Unternehmen seine Produkt-Roadmap vorstellen wird.
Barclays hält das Kursziel und die Einstufung für den DAX-notierten Softwaretitel unverändert bei 220 Euro und „Overweight”. Die Cloud-Leistungsverpflichtungen werden von den Experten als stark eingeschätzt, während das operative Ergebnis von SAP um rund 6 Prozent über den Konsenserwartungen lag. Beim Thema KI habe das Management einen weitgehend reibungslosen Übergang in Aussicht gestellt.
Die SAP Aktie notiert bei 147,54 Euro mit 1,21 Prozent im Minus.


Dieser Bericht könnte Sie auch interessieren