Jungheinrich Aktie: Börse in Panik, aber 2 Experten sehen Potenzial
Ein schwaches erstes Quartal hat die Jungheinrich Aktie kalt erwischt und dieser einen prozentual zweistelligen Tagesverlust beschert. Der Umsatz des Hamburger Staplerkonzerns sank leicht auf 1,27 Milliarden Euro, das EBIT aber brach von 104,5 auf 56,5 Millionen Euro fast auf die Hälfte ein – die Marge fiel von 8,0 auf 4,4 Prozent. Der Aktienkurs quittierte die Zahlen mit einem Einbruch von mehr als 15 Prozent. Als Ursachen nennt das Unternehmen Preisdruck, Auslastungsprobleme und den im Februar beendeten Streik im Werk Lüneburg. Dazu kamen Einmalbelastungen: 20 Millionen Euro aus der Entkonsolidierung der verkauften russischen Tochtergesellschaft sowie eine Million Euro aus dem laufenden Transformationsprogramm. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Immerhin zog der Auftragseingang von 1,39 auf 1,54 Milliarden Euro an – allerdings dürften Vorzieheffekte wegen angekündigter Preiserhöhungen das Bild verzerren. An der Jahresprognose hält Jungheinrich (WKN: 621993, ISIN: DE0006219934, Chart, News) fest.
Jefferies bewertet die Jungheinrich Aktie trotz des Schocks weiter mit „Buy” und einem Kursziel von 43 Euro. Die Quartalszahlen seien schlechter als prognostiziert ausgefallen, so das Institut. Der Markt werde seine EBIT-Schätzungen für das Gesamtjahr nun wohl um rund 10 Prozent nach unten anpassen.
Bernstein Research senkt das Kursziel zwar von 47 auf 46 Euro, hält aber an „Outperform” fest. Das Institut kürzt seine EBIT-Prognose für 2026 etwas stärker, für die Folgejahre aber nur um je ein Prozent. Die starken Auftragseingänge bewertet Bernstein mit Vorbehalt – Vorzieheffekte dürften einen Teil des Anstiegs erklären.
Die Jungheinrich Aktie beendete die Handelswoche am Freitag bei 24,68 Euro mit 13,7 Prozent im Minus.



