Brockhaus schüttet Bikeleasing-Erlös zum „überwiegenden Teil” an Aktionäre aus – HV verschoben
Der Vorstand der Brockhaus Technologies AG plant, nach dem Vollzug des im Dezember angekündigten Bikeleasing-Verkaufs einen überwiegenden Teil des Nettoerlöses möglichst zeitnah an die Aktionäre zurückzuführen. Als Instrumente kommen verschiedene Maßnahmen in Betracht, darunter solche, die eine Hauptversammlungsbeschluss erfordern.
Um die dafür notwendige Zeit zu gewinnen, wurde die ordentliche Hauptversammlung von ursprünglich 11. Juni auf den 19. August 2026 verschoben. Der Vollzug des Verkaufs von Bikeleasing wird weiterhin im ersten Halbjahr 2026 erwartet.
Käufer der rund 52-prozentigen Beteiligung an der Bikeleasing-Gruppe ist Decathlon Pulse, eine Tochtergesellschaft des französischen Sportartikelkonzerns Decathlon. Die Unternehmensbewertung liegt Brockhaus-Angaben aus dem Dezember zufolge bei 525 Millionen Euro, der genaue Kaufpreis hängt von Barmitteln, Schulden und Nettoumlaufvermögen zum Closing-Zeitpunkt ab. Zum Stichtag 30. September 2025 hätte der anteilige Kaufpreis bei rund 240 Millionen Euro gelegen. Während der vierjährigen Haltedauer durch Brockhaus Technologies hat sich der Umsatz von Bikeleasing klar verdreifacht, das bereinigte EBITDA verdoppelt und die Zahl der Unternehmenskunden von 28.000 auf 81.000 erhöht.
Die Brockhaus Technologies Aktie notiert bei 19,10 Euro mit 5,52 Prozent im Plus.

