Sartorius Aktie fällt nach Zahlen - Marge hält sich trotz Zollgegenwind
Sartorius hat im ersten Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 899 Millionen Euro erzielt, nominal ein Plus von 1,8 Prozent, wechselkursbereinigt jedoch 7,5 Prozent. Hauptwachstumstreiber beim Göttinger Unternehmen war das wiederkehrende Geschäft mit Verbrauchsmaterialien in beiden Sparten. Das Anlagen- und Instrumentengeschäft verlief nach Angaben der Gesellschaft erwartungsgemäß verhalten, soll sich aber im Jahresverlauf verbessern. Das operative EBITDA stieg leicht auf 267 Millionen Euro, die Marge blieb mit 29,7 Prozent nahezu unverändert.
Das maßgebliche Periodenergebnis fiel leicht auf 83 Millionen Euro, der bereinigte Gewinn je Sartorius Vorzugsaktie (WKN: 716563, ISIN: DE0007165631, Chart, News) lag bei 1,21 Euro mit 2 Cent unter dem Vorjahreswert. Der Free Cashflow verbesserte sich deutlich von 61 Millionen Euro auf 113 Millionen Euro.
Die Sparte Bioprocess Solutions, die mehr als drei Viertel des Konzernumsatzes ausmacht, wuchs wechselkursbereinigt um 8,1 Prozent auf 735 Millionen Euro, das operative EBITDA legte auf 233 Millionen Euro zu, die Marge verbesserte sich auf 31,8 Prozent. Die kleinere Laborsparte Lab Products & Services kehrte nach schwächerem Vorjahr zu Wachstum zurück und erzielte wechselkursbereinigt 4,9 Prozent mehr Umsatz. Dort sank das EBITDA auf 34 Millionen Euro, da Zölle und ein ungünstiger Produktmix positive Volumeneffekte überwogen.
„Wir fühlen uns mit unserer Anfang Februar abgegebenen Prognose weiterhin gut aufgestellt und erwarten, dass das zweite Halbjahr in absoluten Zahlen stärker ausfallen wird als das erste”, so Sartorius-Vorstandschef Michael Grosse am Donnerstag. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Sartorius die Prognose eines wechselkursbereinigten Konzernumsatzwachstums von 5 bis 9 Prozent sowie einer operativen EBITDA-Marge von etwas über 30 Prozent.
Die Sartorius Aktie notiert bei 227,40 Euro mit 3,81 Prozent im Minus.
