K+S übertrifft Markterwartungen - Analyst trotzdem pessimistisch für die Aktie
K+S hat im ersten Quartal 2026 ein vorläufiges EBITDA von rund 280 Millionen Euro erzielt. Der Marktkonsens hatte bei 225 Millionen Euro gelegen, im Vorjahr erzielte die Gesellschaft 201 Millionen Euro. Der bereinigte Freie Cashflow übertraf mit rund 87 Millionen Euro ebenfalls die Erwartung von 58 Millionen Euro und den Vorjahreswert von 32 Millionen Euro deutlich. Treiber waren ein starkes Auftausalzgeschäft zu Jahresbeginn, höhere Absatzmengen und Durchschnittspreise im Landwirtschaftssegment, begünstigt durch Produkt- und Regionalmix sowie eine schnellere Realisierung von Preiserhöhungen, sowie ein günstigerer US-Dollar und konsequente Kostendisziplin.
Für das Gesamtjahr 2026 hebt K+S die EBITDA-Prognose auf 630 bis 730 Millionen Euro an, nach bisher 600 bis 700 Millionen Euro. Belastend wirken gestiegene Kosten für Material, Energie und Frachten infolge des Nahostkonflikts. Der bereinigte Freie Cashflow wird weiterhin mindestens ausgeglichen erwartet, bei einem Investitionsvolumen von rund 600 Millionen Euro. Die vollständigen Quartalszahlen veröffentlicht K+S am 11. Mai 2026.
Jefferies hat die Einstufung für K+S nach den Quartalszahlen und der Erhöhung der Prognose durch den Kasseler Konzern auf „Underperform” belassen. Das Kursziel für den MDAX-Titel sieht man weiterhin bei 11,50 Euro. Das Institut bescheinigt dem Düngemittel- und Rohstoff-Konzern zwar eine klare positive Überraschung beim EBITDA und beim bereinigten Cashflow sowie höhere Jahresziele für beide Kennzahlen, hält aber gleichwohl an der negativen Einschätzung der Aktie fest.
Die K+S Aktie notiert bei 16,08 Euro mit 8,65 Prozent im Plus.
