Intershop: Cashflow dreht ins Plus – Kosten runter, Cloud wächst
Die Intershop Communications AG hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 7,9 Millionen Euro erzielt, nach 9,1 Millionen Euro im Vorjahr. Der Rückgang war erwartet und sei vor allem auf den planmäßigen Abbau von Lizenz-, Wartungs- und Serviceumsätzen zurückzuführen, so das Unternehmen aus Jena am Mittwoch. Trotzdem gelang ein leicht positives EBIT von 0,1 Millionen Euro, getragen von einem Kostenrückgang von 14 Prozent auf 7,8 Millionen Euro. Der operative Cashflow verbesserte sich auf 2,9 Millionen Euro nach einem Mittelabfluss von 0,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die liquiden Mittel stiegen auf 10,9 Millionen Euro.
Das strategisch zentrale Cloud-Geschäft wuchs um 3 Prozent auf 5,3 Millionen Euro und machte damit 67 Prozent des Gesamtumsatzes aus, elf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Der Cloud-Auftragseingang legte um 8 Prozent auf 4,2 Millionen Euro zu. Belastend wirkte der Net New ARR, der mit minus 0,6 Millionen Euro negativ ausfiel — im Vorjahr hatte er noch bei plus 0,6 Millionen Euro gelegen. Ursache sind auslaufende Kundenverträge aus dem Vorjahr. Der jährlich wiederkehrende Cloud-Umsatz (ARR) sank auf 19,6 Millionen Euro nach 20,4 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2026 hält Intershop an der Prognose fest: Cloud-Auftragseingang und Net New ARR auf Vorjahresniveau, ein leicht geringerer prozentualer Umsatzrückgang als 2025 sowie ein ausgeglichenes EBIT. „Derzeit richtet sich unser Fokus insbesondere auf unser für Mai geplantes Spring Release 2026: KI-Agenten, die Geschäftsprozesse automatisieren, Kosten bei unseren Kunden senken und den B2B-E-Commerce im Mittelstand neu definieren”, so Markus Dränert, CEO der Intershop Communications AG.
Die Intershop Aktie notiert bei 1,22 Euro mit 11,42 Prozent im Plus.


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