Lufthansa: Aus für die CityLine
Die Lufthansa hat derzeit mehrere Probleme. Der Konflikt im Mittleren Osten beeinträchtigt die Geschäfte. Der Ölpreis steigt an, das hat auch Auswirkungen auf die Preise für Kerosin. Zudem wird die Fluggesellschaft derzeit von einer großen Streikwelle getroffen. In dieser Woche haben an jedem Tag Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Bereichen ihre Arbeit niedergelegt, sei es in der Kabine oder im Cockpit. Die Zahl der dadurch gestrichenen Flüge dürfte im vierstelligen Bereich liegen.
Jetzt zieht die Lufthansa die Reißleine, um Kosten zu sparen und um auf die angespannte Situation zu reagieren. Das Angebot von Lufthansa CityLine wird ab übermorgen gestoppt. 27 Flugzeuge werden so außer Dienst genommen. Mit dem Ende des Sommerflugplans werden vier A340-600 ausgeflottet, zwei B747-400 werden über den Winter stillgelegt. Im Winterflugplan kommt es zu einer Reduzierung des Angebots auf Kurz- und Mittelstrecken. Auch wird es Einsparungen in der Verwaltung geben. Bis 2030 sollen dort 4.000 Stellen abgebaut werden.
Finanzvorstand Till Streichert sagt: „Das Paket zur beschleunigten Umsetzung von Flotten- und Kapazitätsmaßnahmen ist angesichts der stark gestiegenen Kerosinkosten und der geopolitischen Instabilität unumgänglich. Ziel ist es, unsere Kurz- und Mittelstreckenplattformen klarer zu fokussieren und wettbewerbsfähiger aufzustellen.“
Die Aktien der Lufthansa (WKN: 823212, ISIN: DE0008232125, Chart, News) geben 2,9 Prozent auf 7,62 Euro nach. In den vergangenen zwölf Monaten schafft die Aktie ein Plus von 23 Prozent.
