Shortseller-Radar: Neue Wetten und auffällige Bewegungen bei Hugo Boss, Ströer und Verve Group
Wer Aktien leerverkauft, also auf fallende Kurse spekuliert, unterliegt Transparenzpflichten gemäß EU-Leerverkaufsverordnung. Ab einer Netto-Leerverkaufsposition von 0,5 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals muss eine Veröffentlichung im Bundesanzeiger erfolgen. Die aktuellen Meldungen zeigen heute einige bemerkenswerte Entwicklungen.
Neu im Visier: Verve Group
Qube Research & Technologies Limited hat eine neue Short-Position von 0,60 Prozent bei der Verve Group SE und damit die Limitschwelle für die Meldung überschritten — der Adtech-Konzern gerät damit ins Fadenkreuz eines meldepflichtigen Leerverkäufers.
Hugo Boss: Vier Fonds haben Position verändert
Beim Modekonzern Hugo Boss AG haben vier Fonds ihre Positionen angepasst — mit unterschiedlicher Richtung. Blackrock Investment Management (UK) stockt deutlich von 1,33 auf 1,50 Prozent auf, Millennium International Management von 0,72 auf 0,80 Prozent, SIH Partners von 0,44 auf 0,57 Prozent. ExodusPoint Capital Management hingegen reduziert spürbar von 0,61 auf 0,41 Prozent. Per Saldo überwiegt der Aufbaudruck.
Lanxess: Drei Fonds erhöhen, einer reduziert
Beim Chemiekonzern Lanxess haben drei Fonds ihre Positionen verändert. AHL Partners LLP erhöht von 0,69 auf 0,73 Prozent, Citadel Advisors von 1,13 auf 1,24 Prozent. Gegenläufig reduziert JPMorgan Asset Management deutlich von 0,56 auf 0,38 Prozent.
Ströer: Zwei Fonds bauen aus
Beim Außenwerbekonzern Ströer SE & Co. KGaA erhöhen gleich zwei Fonds ihre Positionen. Marshall Wace LLP stockt von 0,92 auf 1,00 Prozent auf, Qube Research & Technologies von 0,48 auf 0,57 Prozent — beide signalisieren damit wachsende Skepsis gegenüber dem Titel.
K+S: Covalis erhöht Position massiv
Besonders auffällig bei K+S Aktiengesellschaft: Covalis Capital LLP erhöht die Short-Position stark — von zuletzt gemeldeten 0,23 auf 0,50 Prozent. Damit überschreitet der Fonds wieder die Meldeschwelle mit einer signifikanten Größe.


