Carl Zeiss Meditec: Visibilität bleibt eingeschränkt – Sorgen werden nicht kleiner
Im Februar hat Carl Zeiss Meditec schwache Zahlen für das erste Quartal publiziert, die am Markt nicht gut angekommen sind. Der Umsatz geht um fast 5 Prozent auf 467 Millionen Euro zurück. Beim EBITA werden 8,1 Millionen Euro gemeldet, im Vorjahr waren es 35,2 Millionen Euro. Die Marge steht bei 1,7 Prozent (Vorjahr: 7,2 Prozent). Es gibt einen Verlust je Aktie von 0,06 Euro (Vorjahr: +0,18 Euro).
Die Prognose für 2026 wurde zudem ausgesetzt. Zuvor rechnete der Konzern für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 2,3 Milliarden Euro und einer Marge vor Sondereffekten von 12,5 Prozent. Das Absatzumfeld in den USA und China ist jedoch gedämpft, die Investitionstätigkeit ist zurückhaltend.
Damit bleibt die Visibilität für Investoren beschränkt. Zwar sind die Quartalszahlen am Markt inzwischen verdaut, das Fehlen eines Ausblicks bleibt hingegen ein Thema. Die Unsicherheiten und Sorgen nehmen zu. Aus Sicht der Analysten von mwb research ist eine rasche Erholung unwahrscheinlich. Eine Erholung der Marge erzwingt eine Stabilisierung in der Nachfrage, auch muss sich der Produktmix verbessern.
Wie bisher gibt es von den Analysten eine Halteempfehlung für die Papiere von Carl Zeiss Meditec. Das Kursziel sinkt von 29,50 Euro auf 26,00 Euro.
Am 12. Mai gibt es neue Zahlen von Carl Zeiss Meditec. Dann könnte es auch Informationen zur aktuellen Situation in China geben, die den Experten Sorge bereitet. Hier kann der Preisdruck wachsen, die Konkurrenz durch inländische Gesellschaften steigt an.
Erwartet wird von den Experten für 2026 ein Gewinn je Aktie von 1,36 Euro (alt: 1,39 Euro). 2027 sollen es 1,55 Euro (alt: 1,63 Euro) sein.
Die Papiere von Carl Zeiss Meditec (WKN: 531370, ISIN: DE0005313704, Chart, News) geben 0,5 Prozent auf 25,80 Euro nach. In den vergangenen zwölf Monaten kommt die Aktie auf ein Minus von 54 Prozent.
